Ewigkeitschemikalien im Wasser, Weichmacher im Spielzeug, Flammschutzmittel in der Atemluft: Chemikalien sind heute allgegenwärtig. Über 350.000 Stoffe sind im Einsatz – wie viele genau, ist unbekannt. Welche Risiken das mit sich bringt, darüber ist sich auch die Fachwelt uneins. Viele der chemischen Stoffe erweisen sich als extrem langlebig und mobil. Einmal freigesetzt, werden wir sie nicht mehr los – und sie werden immer mehr. Und neueste Forschung zeigt: Chemikalien-Cocktails sind ein kaum verstandenes Problem, das auch die strengen EU-Richtlinien nur wenig beachten. Forschende warnen, dass der immer weiter wachsende Chemikalien-Einsatz die menschliche Gesundheit bedroht, den Klimawandel vorantreibt, das Artensterben beschleunigt. Umweltskandale von Nordseeküste über Rastatt bis Altötting belasten auch deutsche Kommunen zunehmend finanziell. Als Europas Chemienation Nr. 1 steht Deutschland am Scheideweg.
Die komplexen Zusammenhänge von Chemikalien und ihrer schädlichen Effekte sind noch lange nicht vollständig verstanden. Doch Umfragen zeigen den Wunsch der Menschen nach besserer Aufklärung. Dieses Dossier bietet einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Chemikalien, Klima/Natur und Gesundheit, um eine nuancierte Berichterstattung zu unterstützen.
Chemikalien, Klima & Gesundheit
aktualisiert am 28.01.2026
Im Alltag gibt es viele Berührungspunkte mit Produkten, die chemische Stoffe enthalten und diese freisetzen können.
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Die Dreifachkrise: Wie Chemikalienverschmutzung, Klimawandel und Artensterben zusammenwirken
Chemikalien begleiten uns durch den Alltag. Die Polyesterbettwäsche, in der wir schlafen, das Smartphone, das uns weckt, die Reinigungsmittel, Gesichtscremes und Medikamente, die unser Leben leichter machen – Chemikalien sind ihre Basis und damit heute UBA (2024): Nachhaltige Chemie.„unverzichtbar für menschliches Wohlergehen“. Sie ermöglichen Fortschritte in Technologie, Medizin, Mobilität, auch Landwirtschaft und Klimaschutz. Zugleich werden die Warnungen aus Forschung und Wissenschaft lauter, denn viele dieser chemischen Stoffe bergen Risiken – für Gesundheit und Gesellschaft, Natur und Klima. Risiken, die für Menschen im Alltag kaum wahrnehmbar sind: Denn anders als die Stoffe, die im 20. Jahrhundert als dicker Smog über dem Ruhrgebiet im Westen oder als stinkende Wolke über Bitterfeld im Osten hingen, ist die chemische Umwelt- und Luftverschmutzung des 21. Jahrhunderts häufig unsichtbar. Und gerade deshalb oft tückisch.
Umweltverschmutzung, zu der auch chemische Verunreinigungen zählen, ist laut Bericht der Lancet Commission on Pollution and Health für rund 9 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich – das entspricht Fuller et al. (2022): Pollution and health: a progress updatejedem sechsten Todesfall weltweit. Hierzulande ist es jeder 15.: Auch in Deutschland sterben jährlich n-tv (2017): Zu viel Dreck in Luft und Wasser. mehr als 62.000 Menschen an den Folgen von Umweltverschmutzung. Die Zahlen gehen nach oben: Seit dem Jahr 2000 kamen bis 2019 Fuller et al. (2022): Pollution and health: a progress updateweltweit 66 % mehr Menschen durch die Folgen von Luftverschmutzung und giftigen Chemikalien um. Auf das Konto von Umweltverschmutzung gehen damit mehr Todesfälle als auf das gemeinsame Konto von AIDS, Malaria und Tuberkulose. Wichtig ist, dass dabei die Effekte der Chemikalien über den direkten Einfluss auf die menschliche Gesundheit weit hinausgehen. Die schiere Menge und Vielfalt an Chemikalien sind einer der stärksten Treiber einer weithin unbeachteten „Dreifachkrise“ von Umweltverschmutzung, Klimawandel und Artensterben:
”Drei miteinander verbundene Krisen – der Klimawandel, der Verlust der Artenvielfalt und die Umweltverschmutzung – gefährden das globale wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohlergehen.
Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP)
Quelle: UNEP
Hundertausende chemische Stoffe: Die Chemikalien-Flut ist "außer Kontrolle"
Rund 350.000 chemische Stoffe sind heute im Einsatz – Stockholm Resilience Center (2022): Safe planetary boundary for pollutants, including plastics, exceeded, say researchers. so lauten zumindest die Schätzungen. Denn ein einheitliches Registriersystem gibt es nicht. Seit den 1950er Jahren hat sich Stockholm Resilience Center (2022): Safe planetary boundary for pollutants, including plastics, exceeded, say researchers.die Produktion von chemischen Stoffen ver-50-facht. Bis 2050 wird sie sich voraussichtlich nochmals verdreifachen. Allein in den USA werden Naidu et al. (2021): Chemical pollution: A growing peril and potential catastrophic risk to humanity.jährlich rund 1.500 neue Substanzen hergestellt. Wie rasant diese Entwicklung ist, zeigt allein Kunststoff auf: Stockholm Resilience Center (2022): Safe planetary boundary for pollutants, including plastics, exceeded, say researchers.Um 79 % hat die Plastik-Produktion zwischen 2000 und 2015 weltweit zugenommen. Heute übertrifft die weltweite Menge an Plastik die Gesamtmasse aller lebenden Säugetiere Stockholm Resilience Center (2022): Safe planetary boundary for pollutants, including plastics, exceeded, say researchers.um mehr als das Doppelte. „Außer Kontrolle“ nennt das renommierte Stockholm Resilience Center (2022): Safe planetary boundary for pollutants, including plastics, exceeded, say researchers.Stockholm Resilience Centre die stetig wachsende Zahl chemischer Stoffe. Darunter sind viele neuartige Fremdstoffe. Das bedeutet, diese synthetischen chemischen Verbindungen kamen bislang auf der Erde nicht vor. Die Evolution hat Mensch, Tier und Pflanze Helmholtz KLIMA (2025): Chemikalien und Plastik: Unvorhergesehene Langzeitfolgen.nicht auf den Kontakt mit diesen neuartigen Stoffen vorbereitet.
”Das Tempo, in dem die Gesellschaften neue Chemikalien und andere neuartige Stoffe produzieren und in die Umwelt freisetzen, ist nicht mit der Einhaltung eines sicheren Betriebsbereichs für die Menschheit vereinbar.
Patricia Villarubia-GómezForscherin am Stockholm Resilience Centre (Zitat übersetzt aus dem Englischen)
Quelle: Stockholm Resilience Centre
Trotz Verordnungen: Die meisten Chemikalien wurden nie auf ihre Sicherheit überprüft
UFZ (2023): Umwelthormonchaos.Viele Menschen gehen davon aus, dass neu entwickelte Chemikalien erst zum Einsatz kommen, wenn sie geprüft und für unbedenklich erklärt wurden. Nur wenige der Hunderttausenden Chemikalien, die heute im Einsatz sind, wurden allerdings auf ihre Sicherheit überprüft. Eine systematische Steuerung und Regulierung chemischer Stoffe gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten. Bis 1998 wurden z.B. auch in der EU Biozide, also Pestizide gegen Nager, Pilze oder Mikroben, UBA (2023): Zulassungsverfahren. ungeprüft auf den Markt gebracht. Erst 2001 verabredeten sich international Staaten mit der Stockholm Convention on Persistent Pollutants (o.J.): Homepage.Stockholmer Konvention zum Deutschlandfunk (2004): Schluss mit dem „dreckigen Dutzend“.„großen Saubermachen“: Es kam zu Verbot bzw. Beschränkung der „Dreckigen Dutzend“ besonders gefährlicher, denn persistenter organischer Schadstoffe (sog. POPs, Persistant Organic Pollutants), darunter Insektizide wie DDT und Aldrin. Inzwischen haben über 150 Staaten die POPs-Konvention ratifiziert. Doch solche völkerrechtlichen Übereinkommen, wie die Stockholmer Konvention, die Basel Convention (o.J.): Homepage.Basler Konvention (zum grenzüberschreitenden Verkehr gefährlicher Abfälle) oder die Rotterdam Convention (o.J.): Homepage.Rotterdam Konvention (zum internationalen Handel mit gefährlichen Chemikalien) WBGU (2023, S. 198): Gesund leben auf einer gesunden Erde.„identifizieren nur eine kleine Anzahl besonders gefährlicher Stoffe, die in Listen reguliert, also beschränkt oder verboten, werden.“
Auf der klimareporter (2023): Chemikalien werden erstmals global reguliert.Weltchemikalienkonferenz (ICCM 5) in Bonn wurde 2023 UNEP (o.J.): Global Framework on Chemicals.ein Rahmenwerk zum Schutz vor gefährlichen Chemikalien verabschiedet. Das Abkommen ist rechtlich unverbindlich, aber gilt als wichtiger Schritt zu einer abgestimmten, multilateralen Steuerung im Chemikalienbereich. ZEIT (2023): Zu giftig für Europa, gut genug für den Rest der Welt.Nur vier Prozent der Chemikalien waren bis dato laut Pesticide Action Network über verbindliche Konventionen international reguliert.
- UBA (o.J.): Stoffe Übersicht.Übersicht der Stoffe unter der EU-Verordnung REACH sowie zu Stoffgruppen, darunter Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS)
- UBA (o.J.): Glossar.Glossar Biozide (Schutzmittel gegen Schadorganismen)
- UBA (o.J.): Die UBA Datenbank– „Arzneimittel in der Umwelt“.Datenbank Arzneimittel in der Umwelt
Die Folgen dieses „großzügigen“ Umgangs mit chemischen Stoffen sind bis heute in Blutproben und Umwelt zu finden: Langlebige Schadstoffe reichern sich über lange Zeiträume an, bevor mögliche Regularien greifen. Altlasten wie Mikroplastik oder krebsauslösende polychlorierte Biphenyle (PCB) finden sich heute in LfU Bayern (o.J.): Mikroplastik.Boden, oder BfR (2023): Expositionsschätzung zur Aufnahme von PCDD/F und dioxinähnlichen PCB sowie PFAS durch den Verzehr verschiedener Fischarten
.Speisefischen ebenso wie in der Aves et al. (2022): First evidence of microplastics in Antarctic snow.Antarktis, oder im Jamieson et al. (2019): Microplastics and synthetic particles ingested by deep-sea amphipods in six of the deepest marine ecosystems on Earth.Marianengraben .
Auch heute UfZ (o.J.) Umwelthormonchaos.durchlaufen Chemikalien zwar Tests auf ihre akute Giftigkeit, bevor sie auf den Markt kommen. Aber inwiefern der Stoff in kleinen Dosen über längere Zeiträume hinweg oder im Zusammenspiel mit anderen Chemikalien wirkt, ist nicht Teil des Prüfverfahrens. Auch unterscheiden sich die Verfahren für verschiedene Chemikalienarten: Während Pflanzenschutzmittel, Biozide und Arzneimittel BAuA (o.J.): Regulierung von Chemikalien und Bioziden.eine Zulassung benötigen – also quasi verboten sind, bevor ein Antrag für einen bestimmten Verwendungszweck gestellt wird – ist dies bei Industriechemikalien nicht der Fall. Auch nicht in der EU.
Wie die EU versucht, Chemikalien sicherer zu machen
In der EU gilt seit 2007 eines des strengsten Chemikalienrechte der Welt: die ECHA (o.J.) REACH verstehen.REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Beschränkung von Chemikalien. Rund 22.000 Stoffe sind bis heute unter REACH registriert. Sie wird ergänzt durch die BAuA (o.J.): Die CLP-Verordnung. CLP-Verordnung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA): eine Datenbank zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung, die UBA (2024): Strukturdaten: Chemikalien und chemisch-pharmazeutische Industrie.mittlerweile 147.500 Stoffe erfasst. Auch der europäische Green Deal umfasst eine ECHA (o.J.): Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit.Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit: Die Umwelt soll bis 2050 schadstofffrei sein.
Fachleute loben zwar den Ansatz von REACH und die darin verankerte Eigenverantwortung der Unternehmen. Es gilt das Prinzip „no data, no market“: Unternehmen müssen neue Chemikalien anmelden und die erforderlichen Informationen vorlegen, bevor sie die Stoffe auf den Markt bringen. Doch darin liegt auch die Crux, denn die Behörden führen keine eigenen Tests durch:
”Unter REACH und CLP bewerten Behörden die gefährlichen Stoffeigenschaften und das Risiko einer Verwendung überwiegend aufgrund der von den Unternehmen zur Verfügung gestellten Testergebnisse. Statt ‘no data, no market’ gilt leider immer noch viel zu oft der alte Grundsatz: no data, no problem, den die EU ja eigentlich durch die Einführung von REACH überwinden wollte.
Dr. Michael NeumannGeoökologe am Umweltbundesamt (UBA)
Quelle: Im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Zugleich kritisieren Fachleute die internationale Steuerung im Chemikalienbereich als WBGU (2023, S. 198): Gesund leben auf einer gesunden Erde.„reaktiv, punktuell und langsam“. Auch unter REACH werden neu registrierte Stoffe und Stoffgruppen ggf. WBGU (2023, S. 197): Gesund leben auf einer gesunden Erde.„erst nachgelagert zum Marktzugang“ beschränkt oder zulassungspflichtig. Und das kann dauern: Da vor allem Daten zur industriellen Verwendung der Stoffe fehlen, haben Behörden und Wissenschaft wenig Anhaltspunkte, welche Chemikalien überhaupt detektiert oder gemonitort werden sollen. Stellt sich bei bereits eingesetzten Stoffen doch ein Risiko heraus, müssen wiederum Behörden gerichtsfest beweisen, warum ein Stoff beschränkt oder verboten werden sollte. Speigel (2019): Schädliche Chemikalien bleiben zu lange im Umlauf. Umweltorganisationen analysierten, dass bis zu 16 Jahre vergehen können, bis die EU unsichere Chemikalien reguliert. Bis dahin sind Kinder, Erwachsene und Umwelt den Stoffen ausgesetzt – und wenn sie langlebig sind, auch darüber hinaus.
”Chemische Verschmutzung gilt als stille Bedrohung, da die Gefährlichkeit zahlreicher Chemikalien nicht erhoben ist […] oder schwer zu erheben ist […].
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)
Quelle: WBGU
Viele Stoffe, wenig Wissen: Haltbarkeit und Mischungen von Chemikalien bereiten Forschenden Sorgen
Mehrere Hundertausende chemische Stoffe gelten als möglicherweise umweltschädlich. Aber nur für einen winzigen Teil gibt es überhaupt beispielsweise Messwerte aus Gewässern, wie Bub et al. (2025): Limitations of chemical monitoring hinder aquatic risk evaluations on the macroscale.Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau zeigten. Die Umweltrisiken der Stoffe lassen sich also gar nicht beurteilen, RPTU (2025): Keine Daten, kein Problem?„da sie bereits in Konzentrationen wirken, in denen sie mit den üblichen Methoden nicht nachwiesen werden können“. Zwei Aspekte bereiten Fachleuten heute besonders Sorgen: die Persistenz, also die extreme Haltbarkeit vieler Chemikalien, sowie die Mischungen, die aus der Vielfalt der verwendeten und freigesetzten Stoffe entstehen.
Haltbar und nicht zu filtern: Immer mehr Chemikalien sind gekommen, um zu bleiben
2023 hat die EU die CLP-Verordnung UBA (2025): CLP-Verordnung.um neue Gefahrenklassen erweitert. Dazu gehören z.B. hormonwirksame Eigenschaften (siehe auch hier), aber auch die Eigenschaften PBT und vPvB: Dabei handelt es sich um Substanzen und Gemische, die in der Umwelt nur schwer abgebaut werden, sich stark in Organismen und Ökosystemen ansammeln und potentiell giftig wirken können (also persistent, bioakkumulierend und toxisch, das v steht für very). Und da wären noch PMT und vPvM: Dies sind Stoffe und Gemische, die ebenfalls (sehr) persistent sind, im Wasser (sehr) mobil und ggf. toxisch.
Auf UBA (2021): PMT- und vPvM-Stoffe unter REACH.PMT-Stoffe fällt erst seit wenigen Jahren und auf Initiative von Forschenden am Umweltbundesamt der Fokus. Weil sie so dauerhaft und mobil sind, verteilen sich PMT-Stoffe über große Distanzen mit dem Wasserkreislauf – bis ins Trinkwasser. Viele dieser Stoffe gelten in Toxizitätstests als unauffällig. Aber weil sie so extrem mobil sind, entgehen sie Analytik und Monitoring – und lassen sich nicht herausfiltern. Sie kontaminieren also immer mehr den Wasserkreislauf und die Ressourcen unserer Trinkwässer. Doch wann ist immer mehr zu viel?
„Wir entlassen heute auch Chemikalien in die Umwelt von denen wir wissen, dass sie extrem langsam abbauen. Uns muss bewusst sein, dass wir diese an die nächsten Generationen übergeben. Auch falls für einen Kontaminanten nach heutigem Kenntnisstand kein toxikologisches Risiko vorliegen würde, könnte sich unser Erkenntnisstand über die langfristige Wirkung in einigen Jahren doch ändern. Aber dann wird es sehr schwer, solch einen sehr persistenten Kontaminanten wieder aus unseren Wasserressourcen zu entfernen.“
– Dr. Michael Neumann, Geoökologe und Experte für die Bewertung von PMT/vPvM-Stoffe am Umweltbundesamt (UBA), im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Expertinnen und Experten in Deutschland und GOV-UK (2025): Interim position statement on the approach to PMT concept to support UK REACH risk management of PFAS.anderen Ländern sprechen sich deswegen für strenge Auflagen für Stoffe aus, die sich sehr langsam abbauen – sodass diese möglichst gar nicht erst ins Wasser geraten.
- Trifluoressigsäure (TFA) sorgte jüngst als unerwünschter MDR (2025): Ewigkeitschemikalie TFA in Wein nachgewiesen: Was bedeutet das für die Gesundheit?Spurenstoff in Wein für Schlagzeilen. Sie zählt zu den „Ewigkeitschemikalien“ PFAS (mehr zu PFAS hier). TFA entsteht als „Endprodukt“ aus PFAS, z.B. aus PFAS-haltigen Pestiziden oder Kältemitteln. Bisherige regulatorische Werkzeuge greifen TFA nicht auf, während der Stoff rapide in immer höheren Dosen in Trinkwasser, Global2000 (2025): TFA-Belastung: Ewigkeit-Chemikalie in unserem täglichen Brot.Brot oder auch im nature (2025): There’s a new acid in our rain — should we be worried? Regen entdeckt wird . Trifluoressigsäure ist ein gutes Beispiel, wie schwer PMT-Stoffe zu beurteilen sind: Denn TFA ist im Tierversuch erst in sehr hohen Dosen toxisch – doch weil die Chemikalie so persistent und mobil ist und immer mehr davon im Umlauf, nehmen wir auch immer mehr TFA über Nahrung und Wasser auf. Deutsche Behörden schätzen den Stoff als fortpflanzungsgefährdend ein und haben eine UBA (2025): Trifluoressigsäure (TFA): Bewertung für Einstufung in neue Gefahrenklassen vorgelegt.EU-Einordnung als Gefahrenstoff beantragt.
- 1,4-Dioxan ist ein toxisches Nebenprodukt der Industrie, das Kläranlagen nicht aufhalten können. In Deutschland ging es erstmals Goethe-Universität Frankfurt am Main (2015): Umweltchemiker finden „neue“ Schadstoffe im Wasservor gut 10 Jahren in Flüssen bei Frankfurt am Main ins „Netz“ der Analytiker.
- Benzotriazol (BTA) steckte UBA (2023): Runder Tisch 1H-Benzotriazol. vor Intervention von Behörden unbeachtet (und ARD Marktcheck (2020): Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt. undeklariert) in Geschirrspülmitteln, um das Anlaufen von Silberbesteck zu verhindern. Stiftung Warentest (2023): Spülmaschinentabs im Test. Stiftung Warentest wertet heute Geschirrspülmittel mit dem Spurenstoff ab. Benzotriazol ließe sich auch mit der in Deutschland noch kaum installierten, teuren vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen nicht vollständig herausfiltern.
Die Chemikalie Benzotriazol muss auf Geschirrspülmittel nicht ausgewiesen werden. Wer sie vermeiden möchte, kann auf Produkte mit dem Blauen Engel oder dem EU Ecolabel zurückgreifen. Bildquelle: iStock.com / DesignRage
Chemikalien-Cocktails schädigen auch unterhalb der Grenzwerte
Was passiert, wenn sich die Hunderttausenden chemischen Stoffe in der Umwelt oder im Körper mischen, also additiv wirken, ist bislang nicht Teil der REACH-Verordnung. In Standardverfahren werden Chemikalien einzeln getestet, z.B. an Wasserflöhen oder Zebrafischen, aber nicht im Gemisch, das gänzlich andere Wirkungen haben kann.
„Die Folgen dieser teilweise vielfältig zusammengesetzten Chemikaliencocktails für Natur und Mensch sind bisher nur in Ansätzen erforscht“
– Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)
Toxikologische Studien Nian et al. (2024): Toxicological Study of Human Exposure to Mixtures of Chemicals: Challenges and Approaches.am Menschen sind schwierig, zumal das Biomonitoring beim Menschen Braun et al. (2024): Neurotoxic mixture effects of chemicals extracted from blood of pregnant women.nur einen kleinen Teil der genutzten Chemikalien erfasst. Neue In-Vitro-Testverfahren offenbaren aber das Zusammenspiel verschiedener Stoffe. Studien am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung mit Blutproben schwangerer Frauen zeigen die neurotoxische Wirkung von Mischungen – auch bei Konzentrationen, Braun et al. (2024): Neurotoxic mixture effects of chemicals extracted from blood of pregnant women.die unter den Wirkungsschwellen der einzelnen Chemikalien lagen. In-Vitro-Tests mit PFAS-Konzentrationen, wie sie in der Umwelt zu finden sind, belegen, dass die Mischungen Rios-Bonilla et al. (2024): Neurotoxic Effects of Mixtures of Perfluoroalkyl Substances (PFAS) at Environmental and Human Blood Concentrations.die Gehirnentwicklung beeinträchtigen können.
„Unsere Forschung zeigt: Alle Stoffe wirken schon in kleinen Konzentrationen zusammen, in denen sie alleine keine Wirkung zeigen.“
– Prof. Dr. Beate Escher, Leiterin des Departments Zelltoxikologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Weitere Infos finden Sie im Abschnitt Gesundheit.
Alltags-Chemikalien mit ungeahnter Wirkung
- Glyphosat aus der Waschmaschine: Das Pestizid Glyphosat gelangt aus der Landwirtschaft in die Umwelt – soweit war das bekannt. Doch kürzlich entdeckte eine Engelbardt et al. (2025): In-situ formation of glyphosate and AMPA in activated sludge from phosphonates used as antiscalants and bleach stabilizers in households and industry.Studie der Universität Tübingen: Glyphosat entsteht auch aus handelsüblichen Wasserenthärtern, wie er in Waschmitteln steckt. Der Zusatzstoff DTPMP, ein Phosphonat, wird in Kläranlagen durch einen chemischen Prozess zu Glyphosat umgewandelt und gelangt dann in die Gewässer. Bislang obliegt es den Verbraucher:innen, auf Waschmittel mit DTPMP zu verzichten oder SWR (2025): Tübinger Forschungsteam: Waschmittel-Zusatz verursacht Glyphosat im Gewässer.Produkte mit dem Blauen Engel zu verwenden.
- Vom Wundermittel zum Umweltdesaster: DDT galt einst als sichere Wunderwaffe gegen Insekten, brachte seinem Entdecker den Nobelpreis ein – bis Rachel Carsons Buch Silent Spring MDR (2024): DDT – Das verfluchte Wundermittel und ein Buch als Gegengift.die toxische Wirkung des Insektizids auf andere Tiere wie Vögel und Pferde bewusst machte. Nach rund 20 Jahren Einsatz wurde DDT 1969 in den USA, 1972 in der Bundesrepublik verboten.
- Lange diskutiert, dann erst reguliert: Phthalate stecken seit den 1920ern als Weichmacher in Kunststoffen, Kosmetika und Lösungsmitteln. Obwohl sie seit den 1980ern in der Kritik sind, wurden sie erst ab 2005 in der EU BfR (2024): Fragen und Antworten zu Phthalat-Weichmachern.schrittweise reguliert. Einige Stoffe wie DEHP sind mittlerweile in Babyprodukten verboten. Dennoch >BfR (2024): Fragen und Antworten zu Phthalat-Weichmachern. finden sich Phthalate überall in der Umwelt sowie im Blut und Urin von Menschen – auch von Kindern.
- Klimaschädliche Alternativen für den „Ozonkiller“ FCKW: Nach dem FCKW-Verbot in den 1980ern setzte die Industrie auf fluorierte Gase („F-Gase“) als Kältemittel. Seit 2006 EEA (o.J.): Was sind F-Gase, und weshalb sind sie schädlich?reguliert die EU auch deren Einsatz, denn es stellte sich heraus: Einige F-Gase sind bis zu 23.500-mal klimaschädlicher als CO2. (Siehe auch Konkret)
Die Chemikaliengrenze der Erde ist überschritten
In welchem Ausmaß beeinflussen wir Menschen die Erde? Um das besser einzuschätzen, hat ein Forschungsteam das Konzept der „Planetaren Grenzen“ entwickelt. Es identifiziert neun kritische Belastungsgrenzen, die für die Stabilität des Erdsystems unerlässlich sind. Diese Grenzen legen einen sicheren Handlungsraum für die Menschheit fest – das Konzept der planetaren Grenzen ist also eine Art Betriebsanleitung, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Neben Klimawandel, Artenvielfalt, Landnutzung, Süßwassernutzung, biogeochemischen Kreisläufen (Stickstoff, Phosphor), Ozeanversauerung, Aerosolbelastung und Ozonabbau gehört auch die Einbringung neuartiger Stoffe zu diesen Belastungsgrenzen. Unter neuartige Stoffe fallen chemische Stoffe und Gemische wie Pestizide und Mikroplastik, aber z.B. auch radioaktive Materialien.
Die Planetaren Grenzen. Darstellung basierend auf dem Planetary Health Check 2025 (CC-BY-Lizenz Version 3.1 – 2025), Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Die Chemikaliengrenze der Erde Planetary Health Check (2024): Introduction of Novel Entities.ist bereits überschritten – so das Ergebnis der jüngsten Bewertung der planetaren Grenzen. Umweltforscher Johan Rockström, Mitentwickler des Konzepts, rechnet die Einbringung neuartiger Stoffe neben Artensterben und Klimawandel Helmholtz KLIMA (2025): Chemikalien und Plastik: Unvorhergesehene Langzeitfolgen.„zu den drei entscheidendsten Faktoren für unsere Zukunft“. Eine Tulus et al. (2021): Planetary metrics for the absolute environmental sustainability assessment of chemicals. ETH-Zürich-Studie von 2021 kam darüber hinaus zu dem Schluss, dass Chemikalien nicht nur die planetare Grenze der neuartigen Stoffe selbst betreffen. Beinahe alle 500 untersuchten Chemikalien sind so wenig nachhaltig und verursachen z.B. so starke Emissionen, dass sie weitere planetare Belastungsgrenzen verletzen – vor allem Klimawandel, Ozeanversauerung und Artensterben.
Die planetaren Grenzen sind voneinander abhängig. Wird eine überschritten, steigt das Risiko für „Kipp-Punkte“: massive, auch irreversible Umweltveränderungen. Je mehr planetare Grenzen überschritten werden, desto kritischer wird die Lage für die Gesundheit und Stabilität des gesamten Erdsystems.
Eng verknüpft mit den planetaren Grenzen ist das Konzept der GEGM (o.J.): Planetare Gesundheit. „Planetaren Gesundheit“ (Planetary Health). Es beschreibt Whitmee et al. (2015): Safeguarding human health in the Anthropocene epoch.die untrennbare Verbindung zwischen der Gesundheit und dem Wohlergehen der menschlichen Zivilisation und dem Zustand der Erde. Der Kerngedanke: Gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten. Intakte Klima- und Ökosysteme sind Grundvoraussetzung für die menschliche Gesundheit.
Klimawandel und Chemikalienbelastung verstärken sich gegenseitig
Klimakrise und Umweltverschmutzung hängen eng zusammen. Einerseits tragen Chemikalien direkt oder indirekt zum Klimawandel bei. Andererseits beeinflusst der Klimawandel die Verbreitung und Toxizität von Chemikalien in der Umwelt.
Chemikalien und Chemieindustrie treiben den Klimawandel voran
- Die Chemieindustrie ist der Industriezweig UNEP (2021): Chemicals, wastes and climate change. mit dem höchsten Verbrauch fossiler Energieträger – als Rohstoffe und als Energiequelle.
- Weltweit verzeichnet die Chemieindustrie ein enormes Wachstum. Ihre Produktionskapazitäten haben sich zwischen 2000 und 2017 verdoppelt. Eine weitere Verdoppelung UNEP (2019): Global Chemicals Outlook II: From Legacies to Innovative Solutions.wird bis zum Jahr 2030 erwartet.
- Speziell die Petrochemie, die Kunststoffe, Farben, Lösungsmittel und weitere Grundstoffe herstellt, ist auf Öl und Gas angewiesen. Sie ist laut IEA (2018): The Future of PetrochemicalsInternationaler Energieagentur einer der Haupttreiber für die wachsende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen.
Auch in Deutschland hat die Chemieindustrie unter allen Industriezweigen den höchsten Energieverbrauch. Quelle: © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025
”In allen Phasen des Lebenszyklus von Chemikalien werden Treibhausgase und gefährliche Chemikalien freigesetzt, einschließlich der Produktion […], der Verwendung und Entsorgung.
Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gemeinsam mit Basel / Rotterdam / Stockholm Conventions und Minimata Convention on Mercury
- klimaschädliche Stoffe in Alltagsgegenständen: Einige Chemikalien sind selbst wirkmächtige Klimagase. Fluorierte Treibhausgase („F-Gase“) sind 100 bis 23.500 Mal klimaschädlicher als CO₂. DUH (2013): F-Gase: unterschätzte Klimatreiber.Sie stecken in Kältemitteln von Kühlschränken und Klimaanlagen, in älteren Wärmepumpen, Spraydosen, Feuerlöschern und Dämmstoffen. Wird z.B. ein Kühlschrank UBA (2012): Fluorierte Treibhausgase vermeiden.nicht fachgerecht entsorgt oder leckt, entweichen sie in die Atmosphäre. Mittlerweile sinkt ihr Anteil am Klimawandel dank der EU-F-Gas-Verordnung – BMWE (2023): Auf einen Blick: Fluorierte Treibhausgase.global ist der Anteil größer.
- klimaschädliche Nebenprodukte, z.B. durch „Ewigkeitschemikalien“: Bei der Herstellung bestimmter PFAS EEA (2025): What are the impacts of PFAS polymers on our health and the environment?.werden starke Treibhausgase frei. Darunter das enorm potente Trifluormethan (HFC-23) idw (2024): Neue Messmethode entwickelt – Treibhausgas HFC-23: Eindämmung von Emissionen ist möglich.durch die Produktion von Teflon, und das ozonschädliche FCKW Chlordifluormethan (HCFC-22). Dieses ist zugleich 5.000-mal klimawirksamer ist als CO2.
- mehr Methan-Emissionen durch Pestizide: Chemikalien können die mikrobiellen Eigenschaften in Böden verändern. Priemé & Ekelundt (2001): Five pesticides decreased oxidation of atmospheric methane in a forest soil.Forschende vermuten, dass Bodenorganismen so weniger Methan verstoffwechseln und deswegen Ackerböden im Vergleich zu Waldböden weniger Methan aufnehmen.
Im Laufe eines Tages kommen wir mit vielen Plastikgegenständen in Berührung. Bildquelle: iStock.com / Solnuha
Steckbrief Kunststoff
- Ein Plastikgegenstand ist ein ausgehärteter Chemikalien-Cocktail, Monclús et al. (2025): Mapping the chemical complexity of plastics.über 16.000 Plastikchemikalien sind bekannt. Diese Stoffe machen Plastik z.B. Landrigan et al. (2023): The Minderoo-Monaco Commission on Plastics and Human Health.bunt, flexibel, schwer entflammbar oder beständig gegen Sonnenlicht.
- PlastChem (o.J.): State of the science on plastic chemicals.Mehr als ein Viertel dieser Plastikchemikalien sind giftig für Mensch oder Umwelt. Für viele fehlen die Daten.
- Auch wegen der toxischen und vielfach unbekannten chemischen Inhaltsstoffe lässt sich nur ein kleiner Teil der Plastikprodukte recyclen. Denn um Verbraucher:innen zu schützen, dürften viele Inhaltsstoffe z.B. nicht in Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Siehe auch Konkret.
Weitere Infos zu Plastik
- Landrigan et al. (2023): The Minderoo-Monaco Commission on Plastics and Human Health.Über 98 Prozent aller Kunststoffe basieren auf fossilen Rohstoffen (Kohle, Öl, Gas).
Allein die Herstellung und Entsorgung von Plastik setzen Helmholtz KLIMA (2025): Chemikalien und Plastik: Unvorhergesehene Langzeitfolgen. rund 4,5 % der gesamten weltweiten Treibhausgasemissionen frei. - Mikroplastik wird durch die Luft verweht. Ende 2024 warnte BR (2024): Forscher: Mikroplastik in Wolken könnte unser Klima verändern.eine Studie der Universität Hamburg und des Helmholtz-Zentrums Hereon vor der Samland et al. (2024): Variability of aerosol particle concentrations from tyre and brake wear emissions in an urban area.großen Menge an Mikroplastik, das die Menschen in der Stadt einatmen. Seine Hauptquelle: Reifenabrieb.
- Wir atmen Yakovenko et al. (2025): Human exposure to PM10 microplastics in indoor air.bis zu 70.000 Mikroplastik-Teilchen pro Tag: Wenig überraschend ist, dass Mikroplastik Jenner et al. (2022): Detection of microplastics in human lung tissue using μFTIR spectroscopy.auch in der Lunge von Menschen gefunden wurde. Überrascht hat hingegen zuletzt MDR (2025): Erwachsene atmen fast 70.000 Mikroplastikteile pro Tag ein. eine Studie mit der Menge, die Menschen v.a. in Wohnungen und Autoinnenräumen inhalieren – Abrieb von Textilien, Möbeln, Innenverkleidungen. Ebenso finden sich die winzigen Plastikteilchen Leslie et al. (2022): Discovery and quantification of plastic particle pollution in human blood.im Blut, Ibrahim et al. (2020): Detection of microplastics in human colectomy specimens.im Verdauungssystem und Ragusa et al. (2021): Plasticenta: First evidence of microplastics in human placenta. in der Plazenta. Genaue Gesundheitsauswirkungen werden zwar noch erforscht, doch Zellstudien zeigen eine toxische Wirkung von Mikroplastik.
- Chartres (2024): Effects of Microplastic Exposure on Human Digestive, Reproductive, and Respiratory Health: A Rapid Systematic Review.Eine aktuelle Metastudie hebt u.a. die Verbindung zwischen Mikroplastik und Dickdarm- sowie Lungenkrebs hervor. Die Annahme: Im Gewebe, etwa der Lunge, könnten die winzigen Partikel zu chronischen Entzündungen führen. Dies steigert das Risiko für Krebs. Brynzak-Schreiber et al. (2024): Microplastics role in cell migration and distribution during cancer cell division.Andere Studien bringen Mikroplastik und Metastasenbildung zusammen.
- Es sind PlastChem (o.J.): State of the science on plastic chemicals.nur 6 Prozent der Plastik-Chemikalien international reguliert.
- Tagesspiegel (2023): „Plastikverschmutzung ist eine tickende Zeitbombe“: UN-Konferenz berät über Plastikabkommen.Seit 2023 ringen die Vereinten Nationen um ein gemeinsames Plastikabkommen. Verhindert wurde dieses bislang v.a. Wuppertal Institut (2025): UN-Plastikabkommen: Neuer Anlauf in 2025 bietet Chance.durch die Ölstaaten, darunter Saudi-Arabien, Iran, Russland, und auch die USA. Diese sind neben China die weltgrößten Plastikproduzenten. In Europa ist es Statista (2025): Weltweite und europäische Kunststoffproduktion in den Jahren von 1950 bis 2023.Deutschland.
- Andere Länder Focus (2025): Italien zeigt den Deutschen, wie sich mit Plastikmüll richtig Kohle machen lässt.wie Italien, für die Plastik ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, setzen hingegen bereits stark auf Kreislaufwirtschaft.
Wie Mikroplastik Wolken und Klima beeinflusst
Mikroplastik zeigt, wie komplex die Zusammenhänge zwischen neuartigen Stoffen und Klima sein können. Mikroplastik gelangt durch Reifenabrieb, Zersetzung, Produkte wie Kosmetika oder industrielle Emissionen in Böden, Gewässer und Atmosphäre. Studien haben Mikroplastik bis in die Wolken verfolgt. Da sich in der Atmosphäre Wassertröpfen um die winzigen Partikel sammeln, können sie BR (2024): Forscher: Mikroplastik in Wolken könnte unser Klima verändern.als Keimzellen von Wolken wirken. So beeinflusst Mikroplastik wahrscheinlich die Wolkenbildung – und wo sich die Wolken verändern, verändern sich nicht nur das örtliche Wetter, Guardian (2023): Microplastics found in clouds could affect weather and global temperatures.sondern auch das Klima.
Mehr Chemikalien durch den Klimawandel
- Schadstoffe aus dem Acker: Kommt es häufiger zu Starkregen und Überschwemmungen, steigt das Risiko, dass aus Böden Schadstoffe herausgewaschen werden und in Gewässer oder die Nahrungskette geraten. Starkregen und Fluten können Pestizide, POPs oder Schwermetalle RKI (2023): Gesundheitliche Auswirkungen von Extremwetterereignissen – Risikokaskaden im anthropogenen Klimawandel.aus Ackerböden herauswaschen oder die ausgebrachten Spritzmittel BR (2021): Gelangen durch Starkregen mehr Pestizide in Gewässer?auch Tage später von den Pflanzen abspülen. Längst abgelagerte Schadstoffe spült es Goethe Universität (2021): Flood water: Toxins from the riverbed. aus den Sedimenten von Flüssen oder die Deutschlandfunk 2021): Altlasten als chemische Zeitbombe.chemischen Altlasten von Bergwerken oder Industrie, die bereits tief im Grund ablagert waren.
- Mehr Plastik in der Landwirtschaft: Die Landwirtschaft setzt, auch durch die Folgen des Klimawandels, immer häufiger auf Folien und Vliese und ist so Deutschlandfunk Kultur (2022): Gut für die Ernte, schlecht für die Umwelt?eine der größten Quellen für Mikroplastik im Boden. Teilweise eignen sich Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (2023): Sind biologisch abbaubare Folien eine gute Alternative?abbaubare Alternativen.
- Chemieunfälle: Häufigere Extremwetterereignisse wie Stürme oder Überschwemmungen UNEP (2021): Chemicals Wastes and Climate Change.steigern das Risiko, dass Chemikalien aus Industrieanlagen, Abwasseranlagen oder Deponien freigesetzt werden. Nachdem Hurrikan Ida seine Kraft über dem US-Bundesstaat Louisiana entladen hatte, kam es zu NOLA (2021): At least 350 oil and chemical spills reported in Louisiana waters after Hurricane Ida.über 350 gemeldeten Industriehavarien, mit Folgen für das Wasser des Golfs von Mexiko und des Mississippi. Überschwemmungen und steigende Meeresspiegel bedrohen auch Wille (2018): Flooding risks at old landfill sites: Linear economy meets climate change. Zehntausende alte Deponien in Europa, v.a. in Fluss- und Küstengebieten.
- Mehr Chemie-Einsatz: Wenn durch den Klimawandel mehr oder andere Schädlinge und Krankheiten bei Pflanzen und Tieren auftreten, UNEP (2021): Chemicals, wastes and climate change. nutzen Land- und Forstwirtschaft vermehrt Pestizide. Häufigere Waldbrände bedeuten mehr Löschmitteleinsatz – und EHN (2021): We’re dumping loads of retardant chemicals to fight wildfires. What does it mean for wildlife?im Schaum stecken Chemikalien wie PFAS.
- PFAS aus Tibets Bergen: PFAS finden sich heute sogar in Tibets Gletschern. Da diese schmelzen, strömen die Ewigkeitschemikalien talabwärts und Chen et al. (2019): Release of Perfluoroalkyl Substances From Melting Glacier of the Tibetan Plateau: Insights Into the Impact of Global Warming on the Cycling of Emerging Pollutants.verschmutzen die Gewässer.
Schädlichere Chemikalien durch den Klimawandel
Verändern sich die Umweltbedingungen, werden viele Schadstoffe gefährlicher für Mensch und Natur. Hooper et al. (2013): Interactions between chemical and climate stressors.Zum Beispiel durch steigende Temperaturen, aber auch veränderte ph-Werte oder Salzgehalte im Wasser. Schwermetalle wie Blei, Arsen, Quecksilber oder Cadmium, die v.a. aus Industrie und Landwirtschaft ins Meer geraten, werden durch den Klimawandel häufiger freigesetzt und giftiger, GEOMAR (2024): Schwermetalle im Meer werden giftiger.so das Kieler Ozeanforschungszentrum GEOMAR.
Verdünnung als Strategie geht immer weniger auf: Über das Wasser in Meeren und Flüssen wurden auch schädliche Chemikalien bislang soweit verdünnt, dass sie keine Gefahr mehr darstellten – etwa, indem Stoffe aus der Industrie abgeleitet oder Pestizide aus der Landwirtschaft in Gewässer gewaschen wurden. Doch wenn einerseits immer mehr langlebige, also persistente Stoffe in die Umwelt gelangen – wie die ZEIT (2025): Wasserwerke wegen Chemikalien-Belastung im Rhein alarmiert. Ewigkeitschemikalie TFA in den Rhein oder der übliche Wissenschaftsjahr (o.J.): Der Elbe auf den Grund gehen.„Schadstoffcocktail“ in die Elbe – und andererseits Gewässer wie BfG (2025): Niedrigwasser-Update.Rhein oder SPIEGEL (2025): Elbe erreicht bei Magdeburg historischen Tiefststand.Elbe infolge von Hitze und Dürren weniger Wasser führen, können wir uns auf die Verdünnung toxischer Stoffe nicht mehr verlassen. Gleichzeitig sind Organismen, die bereits unter Hitzestress leiden, Noyes & Lema (2015): Forecasting the impacts of chemical pollution and climate change interactions on the health of wildlife. anfälliger für die schädlichen Wirkungen von Chemikalien. Es kommt zu synergistischen Effekten, die Lebewesen empfindlich treffen können:
Oderkatastrophe 2022: Tote Fische treiben an der Wasseroberfläche. Bildquelle: picture alliance/dpa | Patrick Pleu
Hitze plus Chemikalien führen zur Oderkatastrophe 2022: Beim Fischsterben in der Oder wirkten Klimawandel und Umweltverschmutzung zerstörerisch zusammen. Hohe Temperaturen führten zu niedrigen Pegelständen, zugleich wurden salzige Abwässer aus polnischen Kohlegruben eingeleitet. Die fatale Kombination ermöglichte der giftigen Brackwasseralge Prymnesium parvum massive Vermehrung – rund die Hälfte der Fische starb. Da auch in Deutschland Salze in Gewässer eingeleitet werden, sind ähnliche Szenarien WELT (2024): „Die Salzbelastung war in diesem Jahr schon häufiger im kritischen Bereich“.etwa im Ruhrgebiet denkbar.
Die Pillen-Paradoxie: Medikamente machen Umwelt und Klima krank
Was wir einnehmen, muss irgendwann auch wieder heraus: Je nach Arzneimittel-Wirkstoff scheiden wir WBGU (2023): Gesund leben auf einer gesunden Erde.bis zu 90 Prozent als aktive Substanz wieder aus. Auf diese Weise gelangen Humanarzneimittel vor allem über das Abwasser in die Umwelt: Da in den meisten deutschen Kläranlagen Deutscher Bundestag (2024): Vierte Klärstufe: Ausmaß und Kosten des Ausbaus noch unklar.keine vierte Reinigungsstufe installiert ist, werden die Spurenstoffe nicht ausreichend gefiltert, landen in Gewässern und Deutsches Ärzteblatt (2018): Arzneimittelrückstände im Wasser: Vermeidung und Elimination.Trinkwasser. Arzneimittelhersteller Deutsches Ärzteblatt (2025): Pharmahersteller klagen gegen europäische Abwasserrichtlinie. wehren sich per Klage dagegen, Herstellerverantwortung und Kosten für den Ausbau deutscher Klärwerke zu übernehmen. Untersuchungen weisen UBA (2025): Arzneimittelrückstände in der Umwelt.mindestens 414 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe in der Umwelt nach – besonders häufig Schmerzmittel, Antiepileptika, Antibiotika und Betablocker. Allerdings fehlt in Deutschland eine Deutscher Bundestag (2020): Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern.systematische, flächendeckende Überwachung.
Nebenwirkungen von Medikamenten für die Natur
- Schmerzmittel tötet Geier – und führt zu 500.000 Todesfällen: Das Schmerzmittel Diclofenac ist ein bekannter „Umweltsünder“. Deutsches Ärzteblatt (2008): Arzneimittel in der Umwelt: Natur als Medikamentendeponie.Rund 70 % seines Wirkstoffs werden wieder ausgeschieden, gehen ins Abwasser – und entgehen auch moderner Klärtechnik. Auf dem indischen Subkontinent wurden Nutztiere mit Diclofenac behandelt. Geier fraßen tote Nutztiere und starben sie massenweise an Nierenversagen. Die indischen Geierpopulationen kamen Oaks et al. (2004): Diclofenac residues as the cause of vulture population decline in Pakistan.an den Rand des Kollapses. Da jedoch Geier in der Umwelt eine wichtige „Aufräumfunktion“ erfüllen, kam es bei Menschen zu einem drastischen Anstieg mit tödlichen Infektionen – und nach Schätzungen zu einer BBC (2024): How decline of Indian vultures led to 500,000 human deaths.halben Million Todesfälle in nur fünf Jahren.
- Bislang keine verbindlichen Grenzwerte für Gewässer: Trotz der bekannten oder diskutierten umweltschädlichen Auswirkung von Schmerzmitteln – wie Diclofenac, Ibuprofen – und anderen Stoffen wie Antibiotika – wie Erythromycin – gibt es bislang Deutsche Apotheker Zeitung (2023): Umweltschutz – diese Arzneimittel müssen überwacht werden.keine verbindlichen Grenzwerte für europäische Gewässer.
- Rückstände der Pille verhindern die Fortpflanzung von Fischen: Arzneimittelrückstände greifen in den Hormonhaushalt von Wasserlebewesen ein. Hormonrückstände aus Verhütungsmitteln gelangen über das Abwasser in die Umwelt. Dort führen sie zu einer „Feminisierung“ männlicher Fische und können Kidd et al. (2007): Collapse of a fish population after exposure to a synthetic estrogen.ganze Populationen bedrohen.
- Antidepressiva machen Fische zu einer Universität Heidelberg (2020): Antidepressiva machen Fische zur leichten Beute. leichten Beute: Medikamente zur Behandlung von Depressionen verhindern, dass Fische wie Bachforellen oder Dzieweczynski et al. (2016): Dose-dependent fluoxetine effects on boldness in male Siamese fighting fish. Siamesische Kampffische „angemessen“ auf Stress reagieren. Die Folge: Sie werden zur leichteren Beute für Raubfische.
- Die UBA (o.J.): Arzneimittel in der Umwelt.UBA-Datenbank „Arzneimittel in der Umwelt“ listet Hunderte pharmazeutische Substanzen und ihre Umweltkonzentrationen: ob in Leitungswasser, Abwasser oder Boden. Darunter auch Antibiotika-Rückstände, die durch unsachgemäße Anwendung in Tierindustrie und Humanmedizin in die Umwelt geraten und zu resistenten Keimen führen.
Auch das Klima nimmt Medikamente
Arzneimittel haben einen erheblichen Anteil an den Treibhausgasemissionen des Gesundheitswesens. Insbesondere Narkosegase (wie Sevofluran, Lachgas, Isofluran) wirken teilweise tausendmal stärker als CO₂. Nach Einsatz im OP gehen diese Gase direkt in die Atmosphäre. Eine Lösung wäre, Narkosegase in Filtern aufzufangen und wiederzuverwenden.
Mehr Ältere, mehr Pillen, mehr Probleme?
Je älter die Gesellschaft in Deutschland, desto größer wird der Umwelteinfluss durch Arzneimittel. Seniorinnen und Senioren bekommen im Schnitt mehr Medikamente verschrieben, was mehr Rückstände zur Folge hat. WBGU (2023): Gesund leben auf einer gesunden Erde.Führende Expert:innen empfehlen deswegen u.a., Umweltrisiken künftig bei der Arzneimittelzulassung zu berücksichtigen und eine Rezeptpflicht für umweltschädliche Medikamente einzuführen.
Wie Chemikalien auf unsere Gesundheit wirken
Je mehr die Chemikalienverschmutzung die Umwelt belastet, desto stärker ist auch die menschliche Gesundheit betroffen. Verbraucher:innen und Verbraucher sind sich zwar generell über Chemikalien in Alltagsprodukten bewusst, fühlen sich aber eher schlecht informiert und wünschen sich mehr Informationen, wie BfR (2010): Chemie im Alltag – Ergebnisse aus zwei Bevölkerungsbefragungen.Umfragen des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigen. Allerdings dreht sich die öffentliche Debatte meist punktuell um einzelne entdeckte Schadstoffe, wie die fortpflanzungsgefährdende Ewigkeitschemikalie Global 2000 (2025): Flaschenpost – Der steile Anstieg der TFA-Kontamination in europäischem Wein.TFA in Wein, Deutschlandfunk Nova (2021): Warum Biozide in Periodenunterwäsche umstritten sind.Biozide in Periodenunterwäsche, die hormonwirksame Der Standard (2025): Potenziell schädliche Chemikalien in Haarshampoo und Tattoo-Farben.Salicylsäure in Shampoos oder der Dioxin-Fund in Eiern und Tierprodukten im Jahr 2011, einem der NDR (2021): 2011: Dioxinskandal erschüttert Deutschland.„größten Lebensmittelskandale Deutschlands“. Weniger thematisiert wird, dass sich immer mehr langlebige Stoffe in der Umwelt verbreiten und sich zu immer neuen Cocktails vermischen.
Nur wenige Chemikalien lassen sich im Körper ermitteln
„Unser moderner Lebensstil bildet sich auch in unserem Körper ab“, sagt Dr. Marike Kolossa-Gehring, Toxikologin am Umweltbundesamt (UBA), im MIT Technology Review Podcast (2024): Deep Dive: Nicht nur Mikroplastik und PFAS – Welche Chemikalien noch in unserem Körper landen. MIT Technology Review Podcast. Menschen nehmen chemische Stoffe über Ernährung, Atmung oder auch Hautkontakt auf. Rund 300 chemische Stoffe lassen sich bei Laboruntersuchungen im menschlichen Körper nachweisen. Nur ein geringer Teil der geschätzt 350.000 chemischen Stoffe, die weltweit im Einsatz sind, geht den Analytikern also „ins Netz“.
Grafik: CHEMTrust
Chemikaliencocktails wirken toxischer als einzelne Stoffe
Die Konzentration einzelner Stoffe im Körper ist gering. Aber „[w]ir sind jeden Tag, jeden Moment ‚chemischen Gemischen‘ aus verschiedenen Quellen ausgesetzt.“ Selbst wenn einzelne Stoffe unterhalb gesetzlicher Grenzwerte liegen, können sie im Zusammenspiel gesundheitsschädliche Wirkungen entfalten.
”Wir konnten zeigen, dass einzelne Chemikalien an sich nicht toxisch sind – aber in Mischung schon.
Prof. Dr. Ana ZenclussenImmunologin und Leiterin des Departments Umweltimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Quelle: Im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
„Mysteriöse“ Stoffe: 55 Chemikalien, die bis dahin im Menschen nie gefunden worden waren, Wang et al. (2021): Suspect Screening, Prioritization, and Confirmation of Environmental Chemicals in Maternal-Newborn Pairs from San Francisco.entdeckten Forschende in San Francisco im Blut von nur 30 Schwangeren – und in ihren Neugeborenen. Business Insider (2021):Forscher finden 42 „mysteriöse Chemikalien“ im Blut von schwangeren Frauen — und ihren neugeborenen Babys.42 davon ließen sich nicht kategorisieren.
Im Rahmen Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (2024): Wirkung von Chemikalienmischungen: Neurotoxische Effekte addieren sich.einer Mutter-Kind-Studie „mixte“ ein Forschungsteam am UFZ einen typischen Chemikaliencocktail, wie ihn Menschen in Deutschland im Blut haben. In den Tests mit Zellkulturen waren die einzelnen Chemikalien nicht schädlich. Doch als Mischung wirkten sie neurotoxisch – ein Risiko für die Gesundheit ungeborener Kinder. Solche Mischungseffekte werden im EU-Chemikalienrecht UBA (2022): Bewertung & Regulierung von Chemikalien Mischungen unter REACH.bislang kaum berücksichtigt.
”Es wird immer deutlicher, dass viele Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Störungen des Immunsystems, Fettleibigkeit oder die Entwicklung des Nervensystems mit der Chemikalienexposition im Mutterleib oder in der frühen Kindheit im Zusammenhang stehen.
Dr. Gunda HerberthUFZ-Umweltimmunologin und Leiterin der LiNA-Studie
Beim Ernährungsumschau (2008): Melamin – Chronik eines Skandals.Milchpulverskandal von 2007 führte Babynahrung aus China zu Nierenschäden bei Babys und Todesfällen – die Nahrung war mit Melamin gestreckt, einem PMT-Stoff (mehr zu unterschiedlichen Stoffen hier). Dem ging ein Tierfutterskandal voraus: Die fatale Kombination von Melamin (KFT (2024): Melamin: Frankreich stuft Stoff als reproduktionstoxisch ein.in Kinder- und Campinggeschirr, Düngemitteln) und Cyanursäure (in Desinfektionsmitteln), die dem Futter beigemischt war, efsa (o.J.): Wenn chemische Stoffe sich mischen. verstärkte sich gegenseitig. Viele Hunde und Katzen starben an Nierenversagen, woraufhin die EFSA die Höchstwerte für beide Stoffe reduzierte.
Gesundheitsschäden mit Zeitverzögung
Zwischen Chemikalienexposition und Krankheitsausbruch können Jahre oder Jahrzehnte liegen. Das vernebelt die Zusammenhänge zwischen chemischen Stoffen und menschlicher Gesundheit. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) geht davon aus, WBGU (2023): Hauptgutachten – Gesund leben auf einer gesunden Erde.dass ihr „Beitrag zur globalen Krankheitslast mit ziemlicher Sicherheit unterschätzt“ wird. Die WHO schätzt die Zahl der Todesfälle, die mit Chemikalien in Verbindung stehen, für das Jahr 2019 auf rund 2 Millionen – im Jahr 2012 lag die Zahl noch bei WBGU (2023): Hauptgutachten – Gesund leben auf einer gesunden Erde.1,3 Millionen. Eine Hauptrolle spielen Stäube und krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz sowie – noch immer – das Schwermetall Blei.
Giftiges Blei wirkt bis heute nach
- Die giftige Wirkung von Blei, die auch die Gehirnentwicklung von Kindern schädigen kann, ist seit langem bekannt. In Teilen Süddeutschlands wurden Bleileitungen schon 1878 verboten. In Nord- und Ostdeutschland kam das UBA (2025): Wie Sie Bleileitungen erkennen und welche Rechte Sie haben.Verbot erst in den 1970er Jahren.
- Auch heute wird hierzulande Hahn et al. (2022): The role of dietary factors on blood lead concentration in children and adolescents – Results from the nationally representative German Environmental Survey 2014–2017 (GerES V).Blei noch im Blut von Kindern und Jugendlichen gefunden. Die Quelle ist weiterhin v.a. häusliches Leitungswasser.
- Regulierung schützt IQ: Verbleites Benzin kam von den 1920er bis in die 1990er Jahre zum Einsatz. Mehr als 170 Millionen US-Amerikaner:innen waren so in ihrer Kindheit McFarland et al.(2022): Half of US population exposed to adverse lead levels in early childhood.laut einer Studie zu hohen Bleibelastungen ausgesetzt. Die Folge: verminderte Intelligenz. Vor allem US-Bürger:innen, die zwischen 1966 und 1970 geboren wurden, haben im Schnitt 5,9 IQ-Punkte pro Person verloren. scinexx.de das wissensmagazin (2022): Verbleites Benzin machte eine ganze Generation dümmer.Die Forschenden gehen davon aus, dass sich dieses Phänomen keineswegs auf die USA beschränkt.
Krebs, Hormonstörungen, Hirnschäden: Beispiele für Gesundheitsrisiken
Krebserkrankungen: Seit den 1970er Jahren wurden Cohen et al. (2019): Environmental exposures and cancer: using the precautionary principle.laut einer US-Studie über 87.000 Chemikalien für kommerzielle Nutzung zugelassen, doch nur rund 1.000 auf ihr krebserregendes Potenzial untersucht. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte etwa 500 davon als „bekannt“ bis „möglicherweise“ krebserregend ein. Während in Europa und den USA heute dank medizinischer Fortschritte immer weniger Menschen an Krebs sterben, gibt es Ausnahmen: wie entlang der sogenannten „Cancer Alley“. In diesem etwa 130 Kilometer langen Korridor am Mississippi in Louisiana, USA, stehen über 150 Fabriken und Raffinerien. Die Luft ist hochgradig The Guardian (2024): Air in Louisiana’s ‘Cancer Alley’ likely more toxic than previously thought.mit dem Gas Ethylenoxid belastet. Die Krebs- und Krankheitsraten sind dort so hoch Singer (2011): Down Cancer Alley: The Lived Experience of Health and Environmental Suffering in Louisiana’s Chemical Corridor.wie kaum anderswo in den USA.
Störungen des Hormonhaushalts und der Fortpflanzung: Bestimmte chemische Verbindungen, sogenannte endokrine Disruptoren, Gómez-Olarte et al. (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.beeinflussen das Hormonsystem. Diese Umwelthormone gehören damit DDG (2024): Unsichtbare Gefahr aus Alltagsprodukten.zur gleichen Gefahrenklasse wie krebserregende Substanzen. Sie finden sich in Plastikprodukten (Bisphenole, Phthalate), Körperpflege, Pestiziden, Flammschutzmitteln und vielen anderen Produkten – die meisten Menschen sind BfR (2022): Fragen und Antworten zu endokrinen Disruptoren.täglich mit ihnen in Kontakt. Endokrine Disruptoren können Entwicklungsstörungen verursachen und DER SPIEGEL (2018): Warum kommen Kinder immer früher in die Pubertät?lösen bei Kindern wahrscheinlich frühere Pubertät aus. Indem sie die Hormone und den Stoffwechsel stören, können sie das Risiko für Krebs und andere Erkrankungen steigern. Und sie beeinträchtigen die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen – Brehm, Flaws (2019): Transgenerational Effects of Endocrine-Disrupting Chemicals on Male and Female Reproduction.laut einigen Studien sogar über Generationen hinweg.
„Umwelthormone sind tatsächlich allgegenwärtig – wir können uns ihnen kaum entziehen. Auch wenn wir nur kleinste Mengen dieser Substanzen aufnehmen, dies aber über einen längeren Zeitraum, so kann das ernsthafte Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.“
– Prof. Dr. Ana Zenclussen, Immunologin und Leiterin des Departments Umweltimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Wie Umwelthormone Adipositas begünstigen
Die Zellen unseres Immunsystems besitzen Rezeptoren, wo unsere Hormone andocken können. Oder auch Chemikalien, die unseren Hormonen ähneln – wie endokrine Disruptoren. Es kommt zu chronischen Entzündungen und so zur Vermehrung von Fettzellen.
„Wenn dann noch eine ungesunde Lebensweise dazukommt, wirken diese Umwelthormone als Trigger und begünstigen die Entstehung von Adipositas.“
– Prof. Dr. Ana Zenclussen, Immunologin und Leiterin des Departments Umweltimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Beeinträchtigung des Immunsystems
Verschiedene Chemikalien, Malter (1989): Immunsuppressive Wirkung von Chemikalien.wie Pestizide und Polychlorierte Biphenyle, können die Immunantwort des Körpers hemmen. Chinesische Forschende führen die steigende Rate an Autoimmunerkrankungen auf Huang et al. (2023): Endocrine-disrupting chemicals and autoimmune diseases.die alltägliche Exposition mit Stoffen wie Weichmachern (BPA, Phthalate) zurück. UFZ (2025): PFAS beeinflussen zelluläre Immunantwort auf Corona-Virus.Das Leipziger Umweltforschungszentrum zeigte auf, dass PFAS zu einer verringerten Antikörperantwort nach Impfungen führen und so die Wirksamkeit von Corona-Impfungen einschränken.
Atemwegserkrankungen
Luftverschmutzung durch industrielle Chemikalien, Feinstaub und Pestizide (vor allem Organophosphat- und Carbamat-Insektizide) Elonheimo et al. (2022): Environmental Substances Associated with Chronic Obstructive Pulmonary Disease—A Scoping Review.trägt zu chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) bei und kann die Lungenfunktion einschränken.
Schädigung des Nervensystems
Einige Spektrum.de (2024): Stoffe in Desinfektionsmitteln beeinträchtigen Hirnzellenentwicklung.Alltagschemikalien in Desinfektionsmitteln und Flammschutzmitteln sind gefährlich für das menschliche Gehirn, vor allem von Kindern und Embryonen. Parkinson ist mittlerweile nach Pestizideinsatz, allen voran Glyphosat, NDR (2024): Berufserkrankung bei Landwirten: Pestizide verursachen Parkinson.als Berufskrankheit anerkannt; eine Studie ermittelte Paul et al.(2023): A pesticide and iPSC dopaminergic neuron screen identifies and classifies Parkinson-relevant pesticides.für 53 von 300 untersuchten Pestiziden ein erhöhtes Risiko für die neurodegenerative Erkrankung. Pestizid-Mischungen wirken dabei besonders neurotoxisch.
„Der besorgniserregende Anstieg von Entwicklungsstörungen des Gehirns macht die Untersuchung möglicher Beiträge von Chemikalien immer dringender.“
– Thomas Hartung, Toxikologe an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, Quelle: Science Media Center Germany
„Ein großes Problem ist, dass in Europa in der Regel Industriechemikalien nie für Entwicklungsneurotoxizität getestet werden.“
– Prof. Dr. Marcel Leist, Professor für In-vitro-Toxikologie und Biomedizin, Fachbereich Biologie, Universität Konstanz, Quelle: Science Media Center Germany
Auch in Plastikprodukten stecken Umwelthormone, sog. endokrine Disruptoren, die starke und langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.
Grafik: PLASTIKATLAS S. 16| Appenzeller/Hecher/Sack, CC BY 4.0
Steckbrief PFAS: "Ewigkeitschemikalien" im Überblick
Was sind PFAS?
- Vollform: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (ehemals häufig genutzte Abkürzung: PFC, per- und polyfluorierte Chemikalien)
- Umfang: BMUKN (o.J.): Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS).mehr als 10.000 künstlich hergestellte, organische Verbindungen, „deren Identität, Verwendungen und Eigenschaften nur teilweise bekannt sind“
- Beispiele: PFOA, PFOS, PFHxS, GenX, TFA
- Historie: Die Studie Gaber et al. (2023): The Devil they Knew: Chemical Documents Analysis of Industry Influence on PFAS Science. The Devil they Knew gibt einen Überblick über die industrielle Nutzung von PFAS seit den 1940ern und das (stille) Wissen der Hersteller 3M und DuPont über die gravierenden Gesundheitsschäden durch PFAS seit den 1970ern.
Besondere Eigenschaften
- Wasser-, fett- und schmutzabweisend
- Extrem beständig
- Elektrisch isolierend
- Durch molekulare Struktur nahezu unzerstörbar („Ewigkeitschemikalien“)
- TFA (Trifluoressigsäure), eine kurzkettige Perfluorcarbonsäure, ist das letzte Abbauprodukt vieler PFAS.
Alltägliche Verwendung
- Antihaftbeschichtungen (Teflon-Pfannen, Waffeleisen, Sandwich-Grills…)
- Wasserdichte Outdoor-Bekleidung und Textilien wie Regenjacken
- Lebensmittelverpackungen (Coffee-to-go-Becher, Pizzakartons…)
- Backpapier
- Kosmetikprodukte wie Shampoo und Zahnseide
- Teppiche
- Imprägnierspray für Schuhe und Textilien
- Fotopapier
- Medizintechnik
- Ski-Wachs
- Wärmepumpen
- Brandschutzmittel / Feuerlöschschäume
- BMUKN (o.J.): Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS).Pflanzenschutzmittel
- Kältemittel in Kühlsystemen (DUH (o.J.): F-Gase: Treiber der Klima- und PFAS-Krise.gasförmige PFAS)
Umweltbelastung
- Ewigkeitschemikalien zerfallen nicht in der Natur (Persistenz)
- Kontinuierliche Anreicherung in Ökosystemen (UBA (2025): Besorgniserregende Eigenschaften von PFAS.Bioakkumulation)
- Kontamination von Böden, Gewässern, Nahrungsmitteln, Lebewesen (punktuell z.B. durch Feuerlöschschäume, Kompostmaterialien)
- Weite Transporte über Luft, Niederschläge, Gewässer (Mobilität)
- PFAS finden sich heute sogar an den entlegensten Regionen, von tibetischen Gletschern bis ins UBA (2025): Schadstoffe in der Antarktis.antarktische Eis
Klimawirkung
- Treibhausgase: Unter Ewigkeitschemikalien finden sich einige der ECHA (2023): Annex XV Restriction Report.stärksten bekannten Treibhausgase, denn einige fluorierte Gase („F-Gase“) wie HFO (Hydrofluorolefine) Council of the European Union (2023): Proposal for a Regulation of the European Parliament and of the Council on fluorinated greenhouse gases, amending Directive (EU) 2019/1937 and repealing Regulation (EU) No 517/2014 – Letter to the Chair of the European Parliament Committee on the Environment, Public Health and Food Safety (ENVI).sind PFAS oder werden zu PFAS abgebaut. F-Gase, verwendet in Kühl- und Klimasystemen oder auch medizinischen Dosieraerosolen, sind bis zu UBA (2025): Fluorierte Treibhausgase und PFAS.25.000-mal klimaschädlicher als CO2.
- Bei der EEA (2025): What are the impacts of PFAS polymers on our health and the environment?Herstellung bestimmter PFAS werden starke Treibhausgase frei. Darunter das enorm potente Trifluormethan (HFC-23) durch die idw (2024): Neue Messmethode entwickelt – Treibhausgas HFC-23: Eindämmung von Emissionen ist möglich.Produktion von Teflon, und das ozonschädliche FCKW Chlordifluormethan (HCFC-22). Dieses ist zugleich 5.000-mal klimawirksamer ist als CO2.
- PFAS Mahmoudnia (2024): The role of PFAS in unsettling ocean carbon sequestration.schädigen das Phytoplankton (CO2-Speicher der Ozeane)
Gesundheitsrisiken
Quelle: Originalgrafik der European Environment Agency CC BY 4.0 (nach US National Toxicology Program, (2016); C8 Health Project Reports, (2012); WHO IARC, (2017); Barry et al., (2013); Fenton et al., (2009); and White et al., (2011).) Eigene Übersetzung/Bearbeitung der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen.
Beispiele für mehr als 1500 PFAS-Fundorte in Deutschland
Mittelbaden (seit 2013):
- 127 km² kontaminierte Fläche um Rastatt/Baden-Baden: flächenmäßig größter Umweltskandal Deutschlands
- Ursache: verunreinigter Papierschlamm auf Agrarflächen, ein Kompostunternehmer wurde 2024 SWR (2024): Meinung: Es kann nicht nur einen Verantwortlichen im PFC-Skandal geben.zu Schadensersatz verurteilt
- Grundwasser in Mittelbaden erweist sich als SWR (2025): PFAS-Karte zeigt Umweltkatastrophe: Grundwasser in Mittelbaden noch stärker verseucht. immer stärker verseucht
Altötting/Bayern (seit 2006):
- Kontamination von Böden und Gewässern 2006 entdeckt, Blutbelastung mit PFOA der Bevölkerung erst 2018 festgestellt
- PFOA-Reduktion im Trinkwasser durch Filter zunächst erfolgreich
- 2022: Neue Probleme durch vermutlich BMUKN (o.J.): Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS). noch schädlicheren, nicht filterbaren Riffreporter (2023): PFAS-Skandal in Süddeutschland: Ein Giftmix, der nicht mehr weggeht.PFOA-Ersatzstoff GenX
- Hersteller 3M (o.J.): 3M’s PFAS Stewardship.3M/Dyneon kündigt Wirtschaftswoche (2024): „Kein Loch der Welt ist groß genug, um den belasteten Boden dort reinzukippen“.Ende der PFAS-Herstellung und Standortschließung bis Ende 2025 an, bayrische Regierung warnte vor „wirtschaftspolitischem Desaster“ und Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (2023): Aiwanger zur geplanten Schließung von Dyneon im Chemiedreieck: „Wir dürfen wichtige Produkte nicht einfach verbieten und deren Produktion stoppen“.drängt auf Erhalt des Standorts
Niedersachsen/Ochtum (2020):
- Kontamination des Flusses Ochtum durch Übungen mit Löschschaum (Bremen Flughafen)
- Verzehrwarnung für Fische Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2020): Perfluorierte Alkylsubstanzen in Fischen aus der Ochtum.durch niedersächsische Behörden
- PFAS-Gehalte übersteigen Referenzwerte stark
PFAS bundesweit in Trink- und Leitungswasser (2024):
- BUND (2024): Deutschlandweiter ToxFox-Trinkwassertest zu PFAS.BUND findet PFAS in neun von zehn Leitungswasserproben sowie in drei von fünf Mineralwässern
Nord- und Ostsee (2025):
- Dänische Grenzwerte wären scinexx (2025): Nord- und Ostsee: Hohe PFAS-Belastung von Meeresschaum.bis zu 4000-fach überschritten: Greenpeace (2025): Untersuchung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) im Meeresschaum an Nord- und Ostsee-Stränden in Deutschland.Greenpeace findet PFAS im Meeresschau an Nord- und Ostsee-Stränden in Deutschland. Anders als in Dänemark gibt es in Deutschland allerdings bislang Stiftung Warentest (2025): Meeresschaum stark mit PFAS belastet.keinen PFAS-Grenzwert für Badegewässer.
Regulierungsversuche
- Schon 2002 OECD (2024): Per and poly-fluorinated chemicals (PFAS).warnt die OECD vor der Gefährlichkeit bestimmter PFAS-Verbindungen; 2011 folgt das EU-Verbot für PFOS, 2020 für PFOA.
- 2023: Fünf EU-Staaten (inkl. Deutschland) ECHA (2023): ECHA publishes PFAS restriction proposal. schlagen umfassende Beschränkungen vor
- Es folgt der „wahrscheinlich größte Lobby-Ansturm“ in Europa: The Forever Lobbying Project (2025): The forensics of the plastic industry disinformation campaign to defend PFAS.70.000 Seiten Industrieschreiben gehen an die EU-Chemikalienagentur ECHA, enthalten sind The Forever Lobbying Project (2025): The forensics of the plastic industry disinformation campaign to defend PFAS.laut journalistischen Recherchen Falschbehauptungen und irreführenden Studien.
- Deutsche Politiker (Habeck, Scholz) Süddeutsche Zeitung (2025): Angriff der PFAS-Lobby. folgten den Industrie-Argumenten
- Chemikalien-Beurteilung nach der europäischen REACH-Verordnung dauert im Schnitt BUND (2022): EU braucht dreizehn Jahre, um gefährliche Chemikalien zu verbieten.über 10 Jahre: Verbote und Beschränkungen erfolgen, wenn Stoffe längst in Umwelt gelangt sind und dort – wegen ihrer Haltbarkeit – verbleiben.
”In Frankreich und Dänemark sehen wir: Die Nationalstaaten sind vorangegangen, hier gibt es PFAS-Verbote. Es hilft also, wenn man sich engagiert.
Stella GlogowskiLeiterin der Fachgruppe Lebensmittel & Ernährung in der Verbraucherzentrale Hessen
Quelle: hr-Podcast „Der Tag“
Chemikalienbelastung in Deutschland
Wie es um die Chemikalienbelastung in Deutschland steht, analysieren das Umweltbundesamt (UBA) und das Robert Koch-Institut (RKI) im Rahmen der UBA (2017): Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit, GerES. Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) seit 1985. Die letzte Erhebung UBA (2024): Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit, GerES VI (2023-2024).GerES VI von 2023 – 2024 untersuchte die erwachsene Bevölkerung deutschlandweit.
Hohe Wellen schlug der UBA (2025): Fund eines Weichmachers in Urinproben – Fragen & Antworten.Fund von Phthalaten im Urin von Kindern und Erwachsenen im Jahr 2023/24. Als Quelle entpuppten sich schließlich Sonnencremes. Diese enthalten den Verbraucherzentrale (2025): Verbotener Weichmacher im Urin von Kita-Kindern: Ursache Sonnencreme?zugelassenen UV-Filter DHHB, der jedoch mit dem verbotenen Weichmacher DnHexP verunreinigt sein kann. Ein aktuelles Beispiel, wie innerhalb weniger Wochen ein Stoff entdeckt, die Quelle gefunden und die deutsche Öffentlichkeit informiert wurde, sowohl von Stiftung Wartentest (2025): Kritischer Stoff in Sonnencreme – was Sie dazu wissen sollten.Verbraucherschützern, als auch MIT Technology Review (2024): Deep Dive: Nicht nur Mikroplastik und PFAS – Welche Chemikalien noch in unserem Körper landen.Behörden und Forschenden.
Wer ist wie belastet? Kinder, Schwangere und Frauen tragen ein höheres Risiko
Menschen bzw. gesellschaftliche Gruppen sind unterschiedlich mit Chemikalien belastet. Das liegt an unterschiedlichem Verhalten, aber auch an der Biologie.
Geschlechter unterschiedlich betroffen
Geschlechterrollen und Arbeitsplatz University of Gothenburg (2021): Chemical exposure: what has gender got to do with it?nehmen genauso Einfluss wie das Konsumverhalten. Männer essen z.B. SPIEGEL (2024): Männer essen mehr Fleisch als Frauen – besonders in Deutschland. im Durchschnitt mehr Fleisch, eine häufige Quelle für foodwatch (2016): Dioxine und PCB.Dioxine, BfR (2018): Fragen und Antworten zu Dioxinen und PCB in Lebensmitteln.PCB und BfR (2024): Futtermittel sind ein Schlüssel zur Einhaltung von PFAS-Höchstgehalten in tierischen LebensmittelnPFOS. Frauen hingegen, die häufiger Hausarbeit übernehmen, kommen mehr mit Reinigungsmitteln in Kontakt. Über Kosmetikprodukte können sie vermehrt Stoffe wie Titandioxid, Paraffine und Mikroplastik aufnehmen. Phthalat-Weichmacher stecken sogar in The Guardian (2019): Phthalates: why you need to know about the chemicals in cosmetics.Shampoo, Nagellack oder Hygieneprodukten. Frauenkörper haben mehr Fettgewebe und speichern deswegen Schadstoffe UNDP (2011): Chemicals and gender.tendenziell stärker, z.B. Heinrich-Böll-Stiftung (2022): Ungleich verteilte Risiken. fettlösliche Chemikalien wie Phthalate.
Mehr Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit
- BPA, Weichmacher in Kunststoffen, wirkt als Umwelthormon. In Babytrinkflaschen verboten, ist er weiterhin in Fischer et al. (2023): Gefährdung durch Alltagschemikalien.Plastikgeschirr, Spielzeug oder Lebensmittelverpackungen enthalten. Sind Schwangere BPA ausgesetzt, Gómez-Olarte (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.steigt das Risiko für Veränderungen der Plazenta oder auch Präeklampsie, eine mitunter gefährliche Schwangerschaftserkrankung mit erhöhtem Blutdruck.
- Gemische von Weichmachern Gómez-Olarte (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.können bei Neugeborenen zu Veränderungen der DNA führen.
- Sind Schwangere Mischungen von Umwelthormonen, Parabenen, Triclosan oder auch PFAS, ausgesetzt, wird dies mit Komplikationen wie Gómez-Olarte (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.geringerem Geburtsgewicht und Gesundheitsproblemen der Neugeborenen in Verbindung gebracht.
- Gómez-Olarte (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.Studien zeigen, dass Umwelthormone, die auf Schwangere wirken, später zu Stoffwechselstörungen bei Kindern führen können; starke Gewichtszunahme bei jüngeren Kindern, Veränderung der Sexualhormone bei Teenager-Jungs und der sexuellen Entwicklung von Teenager-Mädchen wurden beobachtet.
- Ist Muttermilch stärker von PFAS belastet, scheinen sich ihre Frauenärzte im Netz (2021): Industriechemikalien verringern Nährwert der Muttermilch.Nährwerte zu verringern, während der Anteil gesättigter Fettsäuren steigt. Wang et al. (2024): Association of diet with per- and polyfluoroalkyl substances in plasma and human milk in the New Hampshire Birth Cohort Study.Eine Studie fand erhöhte PFOS-Werte in der Muttermilch von Schwangeren, die viel rotes Fleisch verzehrt hatten.
- Das UFZ rät stillenden Müttern, strenge Diäten zur Gewichtsreduktion zu vermeiden. Denn die können „dazu führen, dass Chemikalien im Körper frei werden und sogar in Muttermilch übergehen.“
„Chemikalientests vergessen ausgerechnet vulnerable Gruppen wie junge Frauen, Schwangere, Ungeborene oder Kinder. Ungeborene haben aber viel mehr Hormonrezeptoren. Da fast alle Chemikalien plazentagängig sind, ist also nicht nur die Schwangere betroffen, sondern der Fötus immer gleich mit.
– Prof. Dr. Ana Zenclussen, Immunologin und Leiterin des Departments Umweltimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, im Gespräch mit dem Medienservice Klima & Gesundheit
Kinder besonders gefährdet
Kinder nehmen im Vergleich mit Erwachsenen mehr Schadstoffe auf, da sie eine höhere Atemfrequenz haben und pro Kilogramm Körpergewicht viermal mehr essen sowie fünfmal mehr trinken. Indem kleine Kinder häufig Aurisano et al. (2021): Estimating mouthing exposure to chemicals in children’s products.Gegenstände in den Mund nehmen, gelangen ebenfalls Stoffe aus Spielzeug und Babyprodukten in den Kinderkörper. Oft finden sich mehr Chemikalien BUND (o.J.): Chemikalien im Haus – ein Elternratgeber.im Blut von Kindern als in dem ihrer Mütter.
Trotz EU-weiter Verbote entdeckt das europäische Schnellwarnsystem Europäische Kommission (o.J.): Safety Gate: the EU rapid alert system for dangerous non-food products.Safety Gate (früher RAPEX) kritische Chemikalien immer wieder auch in Spielzeug, Kleidung und anderen Produkten. Problematisch sind Waren aus Fernost, die über Online-Plattformen wie Shein, BEUC (2025): Under the Microscope: Tests of Temu Products by Consumer Groups.Temu oder CHIP (2024): Amazon greift mit eigenem Billig-Shop Temu und Shein an.Amazon Haul direkt zum Verbraucher gelangen. Sie werden oft unzureichend kontrolliert, sind teils sogar inFranken (2024): Bestellst du bei Temu, Shein und Co.? TÜV mit dringender Warnung.mit falschen CE-Siegeln bedruckt. Südkoreanische Behörden meldeten im Jahr 2024, Produkte von Shein, Temu und AliExpress waren heise online (2024): Temu und Shein: Produkte hundertfach giftiger als erlaubt.teilweise hundertfach stärker belastet als erlaubt. Der Interessenverband Toy Industries Europe Toy Industries Europe (2024): 80% of toys bought from third-party traders on online marketplaces fail EU safety standards and could be a danger to children.veröffentlichte eine Liste mit über 80 Spielzeugen aus China, die u.a. wegen Schadstoffbelastung geltende Sicherheitsstandards verletzten. tagesschau (2025): EU will Kinderspielzeug sicherer machen.Ab 2029 könnte in der EU deswegen ein digitaler Produktpass für Spielzeug gelten.
Auch Ältere betroffen
Wer länger lebt, ist tendenziell stärker chemisch belastet. Erst UBA (2016): Umweltschadstoffe und Alterskrankheiten.seit relativ kurzer Zeit wird der Frage nachgegangen, wie Umweltgifte auch Alterserkrankungen beeinflussen oder sogar hervorrufen, etwa, indem Schadstoffe neurologische Funktionen beeinträchtigen. Ranft et al. (2009): Long-term exposure to traffic-related particulate matter impairs cognitive function in the elderly.Forschende der Universität Düsseldorf kamen zum Schluss, dass Seniorinnen in kognitiven Tests schlechter abschnitten, wenn sie im Alltag mehr Luftschadstoffe geatmet hatten.
Außerdem wurden im Rahmen Nihart et al. (2025): Bioaccumulation of microplastics in decedent human brains.einer aktuellen Studie in Gehirnen von Menschen mit Demenz deutlich höhere Mengen an Mikro- und Nanoplastik gefunden als in Gehirnen von Menschen ohne Demenz.
„Ein alter Mensch ist eine Art Endlager für diese Stoffe.“
– Dr. Marike Kolossa-Gehring, Biologin und Toxikologin am UBA, Quelle: heise magazine
Sozioökonomische Unterschiede
Zwar sind Menschen mit höherem Bildungsstand und Einkommen besser über Gesundheitsrisiken durch chemische Stoffe informiert. Doch zugleich sind sie ECEHH (2013): Study links chemicals in our body with income. stärker mit Schadstoffen wie Quecksilber, Arsen und Cäsium belastet. Dabei könnte die Ernährungsweise eine Rolle spielen, ebenso wie Haustiere und Einrichtungsgegenstände. MIT Technology Review Podcast (2024): Deep Dive: Nicht nur Mikroplastik und PFAS – Welche Chemikalien noch in unserem Körper landen.Ärmere Bevölkerungsschichten sind dagegen eher mit Blei und Zigarettenrauch-Schadstoffen belastet und leben häufiger in der Nähe von Industrieanlagen.
Die besondere Rolle der „Chemienation Deutschland“
Deutschland ist der größte Chemieproduzent Europas und, gemessen am Umsatz, Die Bundesregierung (2023): Pressemitteilung 189.weltweit die Nummer vier (hinter China, USA, Japan). Die Branche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Innovationstreiber, ihre Umsätze sichern Arbeitsplätze und Infrastruktur.
- Mit einem Umsatz von UBA (2024): Strukturdaten: Chemikalien und chemisch-pharmazeutische Industrie.über 225 Milliarden Euro (Chemie und Pharma, Jahr: 2023) ist die Branche der drittgrößte Industriezweig des Landes.
- Deutschland investiert BMWE (o.J.): Chemie und Pharmazie.hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Chemie und Pharmazie und ist damit global ein wichtiger Innovationsstandort (global Platz 4 bei Chemie- und Pharmazie-Patenten).
- GIZ (o.J.): Den Klimaschutz in der Chemieindustrie ausbauen (CAPCI).Über 90 Prozent der Wirtschaft sind auf chemische Produkte und Vorprodukte angewiesen. Die Chemieindustrie ist also ein zentraler Faktor im Netzwerk der deutschen Industrie.
Die Chemieindustrie ist in vielen Regionen Deutschlands Teil der lokalen Identität: Regionen wie Leverkusen (Bayer) und Ludwigshafen (BASF) sind rund um Chemieparks gewachsen, Städte wie Marl, Leuna oder Dormagen untrennbar mit der Branche verbunden. Kritik an Chemieindustrie wird deswegen oft als Angriff auf Arbeitsplätze und regionale Identität empfunden. Ökotest (2024): Verbrauchermonitor: Viele Befragte wissen wenig über PFAS.Umfragen zeigen, dass vielen Menschen die möglichen Gesundheitsrisiken z.B. durch PFAS noch unbekannt sind.
Was uns Chemikalien kosten
Chemikalien-Produktion und -Einsatz verursachen zugleich große ökonomische und gesellschaftliche Kosten durch Schäden an Gesundheit und Umwelt.
- UBA (2024): Strukturdaten: Chemikalien und chemisch-pharmazeutische Industrie.4 Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands stammen aus der Chemie- und Pharmaherstellung.
- Die Chemieindustrie basiert im Hinblick auf Material und Energie Agora Industry & Carbon Minds (2022): Klimapositive Chemie.zu 80 Prozent auf Erdgas und Erdöl.
- Laut ZDFheute (2024): Wie deutsche Chemieparks das Klima belasten.einer WWF-Studie gehen dabei bereits 3 Prozent (rund 23 Millionen Tonnen) des CO2 auf Kosten von zwölf der größten Chemieparks Deutschlands, darunter die BASF Ludwigshafen, INEOS/Currenta Köln und Bassel Wesseling (2022).
- Die Branche hat mit UBA (2024): Strukturdaten: Chemikalien und chemisch-pharmazeutische Industrie.rund 14 Prozent Anteil an der Primärenergie Deutschlands einen hohen Ressourcenverbrauch (2021).
Allein die Plastikproduktion verursacht geschätzt weltweit Gesundheitskosten von Landrigan et al. (2023): The Minderoo-Monaco Commission on Plastics and Human Health.über 250 Milliarden Dollar. Hinzu kommen ökologische Schäden durch den Verlust von Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, Einbußen bei Landwirtschaftserträgen und Gewässerbelastung.
- Niedriger IQ, niedrigere Einkommen, mehr Aggressivität: Der dänische Umweltmediziner Philippe Grandjean rechnet damit, dass die Auswirkungen von Umweltgiften jährlich Deutschlandfunk (2018): Welche Dosis macht das Gift?bis zu 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kosten. Grandjeans Studien widmen sich z.B. den Folgen von Blei, das die Hirnentwicklung von Kindern beeinträchtigt und den IQ senken kann. Die ökonomische Folge: schlechtere Bildungschancen und später ein geringeres Einkommen. Aber auch Aggressivität und eine höhere Wahrscheinlichkeit, straffällig zu werden, gelten als Symptom, wenn Kinder Blei ausgesetzt sind.
- Milliardenkosten durch Umwelthormone: Umwelthormone führen Gòmez-Olarte et al. (2024): The ENDOMIX perspective: how everyday chemical mixtures impact human health and reproduction by targeting the immune system.laut Schätzungen in der EU zu einer gesundheitlichen und wirtschaftlichen Belastung von 163 Milliarden Euro pro Jahr. Ähnlich die Kostenkalkulation der Heinrich-Böll-Stiftung (2022): Pestizidatlas 2022.Heinrich-Böll-Stiftung: rund 132 Milliarden Euro wegen verursachter neurologischer Folgen, 15 Milliarden wegen Adipositas und Diabetes, 4 Milliarden Euro wegen verursachter Fortpflanzungsstörungen.
- Teure Kunststoff-Folgen: Die Landrigan et al. (2023): The Minderoo-Monaco Commission on Plastics and Human Health Summary. Minderoo-Monaco Commission schätzt, dass in den USA durch Plastikchemikalien wie BPA, DEHP (Weichmacher) und PBDE (bromhaltige Flammschutzmittel) u920 Milliarden Dollar Gesundheitskosten durch ausgelöste Krankheiten und Behinderungen entstehen.
- Sanierungskosten für Umweltverschmutzung: Sanierungsfälle durch die wachsende PFAS-Belastung zeichnen sich als extreme Kostenfaktoren ab. NDR (2023): Jahrhundertgift PFAS: 1.500 verschmutzte Orte in allen Bundesländern – eine exklusive Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung.Laut Recherchen des NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung sind allein in Deutschland bereits mindestens 1.500 Orte mit PFAS verschmutzt. Wie das Tagesschau (2025): Drohende Milliarden-Kosten wegen PFAS-Verschmutzung.Forever Lobbying Project berechnete, kommen auf Deutschland in den nächsten 20 Jahren Kosten von über 800 Millionen Euro Sanierungskosten für die Umwelt zu. Wenn PFAS nicht wirksam eingeschränkt werden, schätzen die Forschenden die Kosten sogar auf über 17 Milliarden Euro – pro Jahr.
- Unternehmensrisiken: Der deutsche Chemie-Gigant Bayer ächzt nach Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto unter Milliardenverlusten und Klagekosten durch Pestizid-Geschädigte in den USA. Die Summe für Schadenersatz und außergerichtliche Vergleiche betrug im März 2025 bereits Tagesschau (2025): Die vielen Probleme des Bayer-Konzerns.über 10 Milliarden Euro. Durch seine Börsentalfahrt ist Bayer, einst wertvollster DAX-Konzern, zu diesem Zeitpunkt weniger wert, als er für Monsanto bezahlt hat.
- Infrastrukturkosten für Wasserreinigung: 2018 warnte der BDEW (2018): Deutschlandweite 4. Reinigungsstufe in Kläranlagen würde Abwassergebühren um 17 Prozent erhöhen.Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor den finanziellen Folgen der zunehmenden Gewässerbelastung in Deutschland mit Spurenstoffen, etwa durch Arzneimittel wie Diclofenac. Laut BDEW würde eine bundesweite Einführung der vierten Reinigungsstufe, um diese Spurenstoffe zu entfernen, die Abwassergebühren um 17 Prozent erhöhen.
- Ökonomische Verluste und Ertragsrückgänge durch Artensterben: Chemische Stoffe schädigen die Artenvielfalt und damit auch Ökosystemleistungen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Landwirtschaft bedeuten. Wenn Deutschland Allianz Research (2023): The new risk frontier in finance: biodiversity loss.allein auf Bienen als Bestäuber verzichten müsste, würde das Verluste von SPIEGEL (2023): So viel könnte das Bienensterben kosten.drei Milliarden Euro beim Bruttoinlandsprodukt jährlich bedeuten. Die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (2023): Managing nature risks: From understanding to action.PricewaterhouseCoopers betont: 55 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts in einem Gesamtwert von 58 Billionen US-Dollar sind von Ökosystemleistungen abhängig (siehe auch Dossier Klima & biologische Vielfalt).
Der Pestizidatlas der Böll-Stiftung kalkuliert Schäden und Kosten in der EU durch hormonschädliche Chemikalien: Pestizidatlas 2022, S. 18.
Grafik: Pestizidatlas, Eimermacher/Puchalla, CC BY 4.0
Chemienation Deutschland: Auf dem Weg zur Nachhaltigen Chemie?
Der Chemiestandort Deutschland steht an einem Scheideweg: Einerseits ist die Branche ein bedeutender Emittent und Umweltbelaster, andererseits UBA (2024): Nachhaltige Chemie. besitzt sie die Innovationskraft, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise entscheidend mitzugestalten. Während global der Trend zu mehr Emissionen und schädlichen Stoffen weist, können deutsche Unternehmen eine Vorreiterrolle für nachhaltige Chemiekonzepte einnehmen und als „wichtiger Innovationstreiber für die deutsche Wirtschaft“ fungieren.
”Die deutsche Chemieindustrie ist mit Abstand der wichtigste Lieferant von Materialinnovationen und versorgt beispielsweise die Nahrungsmittel-, Pharma-, Halbleiter- und Umwelttechnikindustrie. Außerdem zahlen die Patente, die aus der chemischen Forschung stammen, in außerordentlichem Maße auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein.
Dr. Christian Rammerstellvertretender Leiter des ZEW-Forschungsbereichs "Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik"
Die deutsche Chemieindustrie spielt so bislang eine ambivalente Rolle. Auf der einen Seite steht sie in der Kritik, zögerlich auf nachhaltige Entwicklungen zu reagieren und an nachgewiesen gesundheits-, umwelt- und klimaschädlichen Stoffen festzuhalten:
- Starker Lobbyismus: Die Chemieindustrie Tagesschau (2024): Kampf um PFAS: Wie Habeck der Chemie-Lobby auf den Leim geht.lobbyiert gegen Regulierungen, z.B. bei den aktuell diskutierten PFAS-Beschränkungen. Laut Forever Lobbying Project (o.J.): The Disinformation Campagin.Forever Lobbying Projekt wurde auch mit falschen Fakten argumentiert, um EU-Regulierungen zu unterlaufen.
- Export verbotener Stoffe: Deutsche Firmen exportieren weiterhin in der EU verbotene, hochgiftige Pestizide Das Erste (2023): Export hochgiftiger Pestizide: Unwirksames Verbot?in den globalen Süden. Denn in vielen Ländern mit keiner oder kaum Chemikalienregulierung sind diese nicht verboten. DIE ZEIT (2023): Zu giftig für Europa, gut genug für den Rest der Welt.Laut ZEIT machen deutsche Konzerne wie Bayer und BASF knapp 60 % ihrer Umsätze mit Pestiziden in Indien, knapp 50 % in Brasilien – und nur 12 % in Deutschland. Zuletzt hatte sich die Ampelregierung Ökotest (2024): Warum exportieren wir immer noch verbotene Pestizide?über den Sinn eines Exportverbots der verbotenen Pestizide gestritten. foodwatch (2025): foodwatch-Datenauswertung: Behörden finden 140 illegale Pestizide in Lebensmitteln.Verbraucherschutzorganisationen verweisen auf den Boomerang-Effekt: Auch auf importieren Lebensmitteln wie Bananen und Gewürzen finden sich Rückstände von Pestiziden, die in der EU verboten sind – darunter das giftige Ethylenoxid, das u.a. in Deutschland hergestellt und in Länder wie die Türkei und Vietnam geliefert wird.
Auf der anderen Seite stehen positive Entwicklungen:
- Unternehmen entwickeln zunehmend umweltfreundlichere Produktionsprozesse. Im ChemScore (2024): The report cards.ChemScore Report 2024 (Vergleich von 51 globalen Chemieunternehmen) schnitten die fünf deutschen Firmen (Lanxess, Bayer, BASF, Evonik, Covestro) deutlich besser ab als 2021. Lanxess erreichte Platz 6, BASF als am niedrigsten bewertetes deutsches Unternehmen Platz 22.
- Trotz ihres Potenzials arbeitete die Chemiebranche ChemSec (2024): A Profitable Detox. lange konservativ. Bislang setzt die chemische Industrie bei Materialien Agora Industry & Carbon Minds (2022): Klimapositive Chemie.nur zu 5 Prozent auf bio-basierte Ressourcen. Disruptive Entwicklungen gab es lange keine: Viele heute gängige Kunststoffe wurden z.B. ChemSec (2024): A Profitable Detox.vor 1960 entwickelt. Befürworter strengerer Regularien sehen darin einen notwendigen Anstoß: Sie könnten die Entwicklung neuer, nachhaltiger und weniger schädlicher Substanzen vorantreiben.
- Konzepte wie das der UBA (2009): Nachhaltige Chemie.Nachhaltigen Chemie bzw. Chemie.de (o.J.): Green Chemistry.Green Chemistry können es der Chemiebranche ermöglichen, den wachsenden Anforderungen an Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz gerecht zu werden, Deloitte & VCI (2023): Chemie 4.0: Wachstum durch Innovation in einer Welt im Umbruch. Wachstumschancen zu nutzen und so auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Chemieindustrie zu wahren und zu verbessern. Ein Beispiel ist die Mitteldeutsche Zeitung (2025): UPM nennt Starttermin für Bioraffinerie in Leuna.Bioraffinerie von UPM Biochemicals in Leuna, die 2025 fertiggestellt wird und Holz als Rohstoff für Biochemikalien nutzt.
Lösungsansätze
Chemikalien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber ihre Nutzung muss möglichst sicher für Mensch und Natur erfolgen. Die Bewältigung der wachsenden Chemikalienverschmutzung und ihren Folgen erfordert Handeln auf allen Ebenen – von internationalen Abkommen über nationale Regulierungen bis hin zu industriellen Innovationen. Die folgende Aufstellung ist eine Sammlung an systemischen bzw. politischen Maßnahmen und Lösungsansätzen. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern verdeutlicht wichtige Aktionsfelder.
Nachhaltige Chemie und Innovationen fördern
- Die TU Berlin plant aktuell die TU Berlin (o.J.): Chemical Invention Factory.Chemical Invention Factory, um den Transfer von Forschung in die Anwendung für Umwelt und Wirtschaft zu fördern – der Campus Charlottenburg als ein Chemie.de (2024): Berlin ist das Silicon Valley der Grünen Chemie.„Silicon Valley der Grünen Chemie“. Mit dem 2017 gegründeten International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (UBA (2024): Nachhaltige Chemie.ISC3) geht das Bundesumweltministerium in die Initiative, um weltweit Partner für nachhaltige Chemie zu vernetzen.
- Auch Ansätze wie das UBA (o.J.): Chemikalienleasing.Chemikalienleasing bieten Vorteile für Umwelt und Wirtschaft: Dabei werden Chemikalien-Dienstleistungen statt der Stoffe selbst verkauft. Laut Perthen-Palmisano & Jakl (2005): Chemical leasing: cooperative business models for sustainable chemicals management. Summary of research projects commissioned by the Austrian Federal Ministry of Agriculture, Forestry, Environment and Water Managementeiner österreichischen Studie kann dies die Chemikalienmenge um ein Drittel und Kosten um bis zu 15 % reduzieren.
- Organisationen wie Agora Industrie (2023): Chemie im Wandel.Agora Industrie fordern zudem langfristige Pläne und Subventionen, um die Chemieindustrie wettbewerbsstark klimaneutral zu machen, Investitionen zu fördern und so auch Kreislaufwirtschaft und eine durchdachtere Nutzung von begrenzten natürlichen Ressourcen zu stärken.
- [NEU 01/26] Yijuan et al. (2025): Ratiometric detection of perfluoroalkyl carboxylic acids using dual fluorescent nanoparticles and a miniaturised microfluidic platform.Forschende der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben ein mobiles Sensorsystem entwickelt, das per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) direkt vor Ort in Wasserproben nachweisen kann. PFAS sind sehr langlebige, sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, die sich in der Umwelt kaum abbauen, in Böden und Gewässer gelangen und sich anreichern können. Bisher war der Nachweis meist teuer und nur im Labor möglich. Die neue Methode liefert Ergebnisse in unter 15 Minuten und erkennt auch geringe Mengen.
Besser regulieren, Risikomanagement verbessern
Derzeit wird die europäische REACH-Verordnung reformiert. REACH gilt Fachleuten als gutes Instrument, das aber bisher zu reaktiv und langsam arbeitet. Rund 80 % der Chemikalien, die derzeit unter REACH registriert sind, sind seit mindestens 10 Jahren in Gebrauch, Richardson et al. (2023): Earth beyond six of nine planetary boundaries.haben aber bislang keine Sicherheitsbewertung erhalten.
Zugleich wird die REACH-Revision von der Wirtschaft und insbesondere der Chemieindustrie stark kritisiert. Im Zuge des Bürokratieabbaus fordern Verbände ebenfalls etwa, die Verfahren zu beschleunigen, jedoch dabei zu vereinfachen und Dokumentationsanforderungen zu senken. Im Lobbyregister des Bundestags finden sich Forderungen, PFAS-Verbotsverfahren sofort zu stoppen oder die CLP-Verordnung, die nun auch Umwelthormone (endokrine Disruptoren) und PMT-Stoffe, also besonders langlebige, mobile und ggf. toxische Stoffe umfasst, auszusetzen.
Folgende Reformschritte erachten Stimmen aus Forschung und Wissenschaft u.a. für besonders wichtig für den Schutz von Gesundheit, Natur/Klima und Gesellschaft:
- Chemikalien präventiv statt reaktiv regeln: Der aktuelle Ansatz der Chemikalien-Verordnungen entspricht einem „Erst schädigen, dann verbieten“. Expertengremien wie WBGU und SRU fordern: Chemikalien sollten umfassend bewertet werden, bevor sie auf den Markt kommen. Das Vorsorgeprinzip sollte handlungsleitend ein, um WBGU (2023): Hauptgutachten. Gesund leben auf einer gesunden Erde.„verspätete Reaktionen und die Notwendigkeit der nachträglichen Reparatur angerichteter Schäden zu vermeiden“.
- Verfahren beschleunigen: Gegenwärtige Methoden zur Chemikalienbewertung können die Mengen der Stoffe, die in Verkehr gebracht werden, SynCom, Helmholtz Erde & Umwelt (2023): Mehr Stoffe
schneller testen – Potenziale für eine bessere Chemikalienregulierung. Policy
Brief.nicht mehr bewältigen. Forschende schlagen z.B. vor, nicht mehr auf Einzelstoffbewertung zu setzen, sondern Stoffe in Gruppen zu beurteilen und zudem Tierversuche als SynCom, Helmholtz Erde & Umwelt (2023): Mehr Stoffe
schneller testen – Potenziale für eine bessere Chemikalienregulierung. Policy
Brief.Standard dank innovativer In-Vitro-Methoden abzulösen. - Cocktaileffekte SynCom, Helmholtz Erde & Umwelt (2023): Mehr Stoffe schneller testen – Potenziale für eine bessere Chemikalienregulierung. Policy Brief.in Regulierungen berücksichtigen: SAT (2025): Revision der REACH-Verordnung – aktueller Stand, Ziele und Herausforderungen.Mit einer „Berücksichtigung von Mischeffekten“ wären künftig Menschen und Natur besser CHEMTrust (2023): Chemikalienbelastung und Klimakrise: Wie hängen sie zusammen?„vor Kombinationseffekten zu schützen“.
- „Bedauerliche“ Ersatzstoffe vermeiden: Immer wieder kommt es zu sogenannten SynCom, Helmholtz Erde & Umwelt (2023): Mehr Stoffe
schneller testen – Potenziale für eine bessere Chemikalienregulierung. Policy
Brief.„Regrettable Substitutions“, wenn Hersteller einen verbotenen Stoff durch Alternativen mit unbekannter oder gar schädlicher Wirkung ersetzen. Ein Beispiel sind Kassenbons: Seit 2020 ist Bisphenol A (BPA) wegen seiner Wirkung auf das Hormonsystem und möglichen Folgen wie Hodenkrebs, Brustkrebs oder Diabetes in Kassenbons verboten. Öko Test (2025): Pizzakartons mit Bisphenolen: Chemikalien wandern häufig in die Pizza.Doch stattdessen nutzen Hersteller jetzt andere Bisphenole, z.B. BPS – das ebenfalls auf der EU-Liste der „besonders besorgniserregenden Substanzen“ steht. UTOPIA.de (2023): Bisphenol S: Was du über den Ersatzstoff wissen musst.Auch BPS zeigt bei Versuchen mit Mäusen und Ratten, dass die Tiere weniger Nachwuchs bekamen oder gar nicht mehr schwanger wurden oder verkümmerte Milchdrüsen hatten. Chemikalien in Gruppen zu erfassen und zu bewerten, kann laut Expert:innen verhindern, dass es zu einem solchen Ersatz mit ebenso WBGU (2023): Hauptgutachten. Gesund leben auf einer gesunden Erde.riskanten oder noch gefährlicheren Stoffen - Sanktionen SRU (2023): Umwelt und Gesundheit konsequent zusammendenken. Sondergutachten.gegenüber Unternehmen verschärfen, die die Chemikalienregistrierung nicht vorschriftsgemäß durchführen
- PFAS und ähnliche beständige Chemikalien schrittweise beenden, um langfristige und irreversible Schäden an Gesundheit und Umwelt zu vermeiden
- Einführung einer Kennzeichnungspflicht für PFAS in Produkten
- Plastikproduktion und -chemikalien stärker regulieren: Tausende unbekannte chemische und giftige Stoffe in Plastik verhindern effektives Recycling. UFZ (2024): Keine Einigung, aber ein Schritt nach vorne.Indem die schädlichen Stoffe ersetzt und zudem Hersteller verpflichtet werden, PlastChem(2025): State of the science on plastic chemicals. in Kunststoff enthaltene chemische Stoffe offenzulegen, ließe sich Recycling erleichtern. Denn sind die chemischen Zusammensetzungen bekannt, lassen sich Kunststoffe in einzelne Stoffe zerlegen und besser wiederverwenden. Allerdings ist Reduktion wirksamer als Recycling. Helmholtz KLIMA (2025): Chemikalien und Plastik: Unvorhergesehene Langzeitfolgen.Fachleute betonen, dass Recycling nicht die Lösung für das Plastikproblem ist – auch wenn das Narrativ in Deutschland gerne so lautet. Es müsste vor allem auch die Plastikproduktion begrenzt und auf „echte Kreislaufwirtschaft oder Pfandsysteme“ gesetzt werden. Quarks (2025): Darum ist es so schwer, weniger Plastik zu produzieren.Quarks gibt einen Überblick über die verschiedenen Herausforderungen und Lösungsansätze rund um Kunststoffe. Scientist‘ Coalition (2025): The Scientists‘ Coalition for an Effective Plastics Treaty.Weitere Infos gibt auch die Scientists‘ Coalition for an Effective Plastics Treaty.
- Den Fokus nicht mehr nur auf das Plastikmüllproblem richten, sondern künftig auch negative Effekte wie Secretariats of the Basel, Rotterdam, Stockholm Conventions, and the Minamata Convention on Mercury (2021): Chemicals, Wastes and Climate Change. Interlinkages and potential for coordinated action.Treibhausgasemissionen in Plastik-Richtlinien und Kreislaufwirtschaft ins Plastikmanagement einbeziehen
- Mehr öffentliche Forschung zu Chemikalienwirkungen, nachhaltigen Alternativstoffen („Sustainable-by-Design“), emissionsfreiem Recycling und WBGU (2023): Hauptgutachten. Gesund leben auf einer gesunden Erde.Methoden zur Entfernung freigesetzter Stoffe aus der Umwelt (z.B. Wasseraufbereitung)
Umweltrisiken durch Arzneimittel begrenzen
- Künftige Zulassung nach „WBGU (2023): Hauptgutachten. Gesund leben auf einer gesunden Erde.positiver Nutzen-Risiko-Abwägung, inkl. Einbeziehung von Umweltaspekten„
- Rezeptpflicht für Medikamente mit hohem Umweltrisiko
- Bessere Aufklärung von Gesundheitspersonal zu Umweltrisiken durch Medizinprodukte
So kann uns die Verhaltensforschung bei der Bewältigung helfen
Zu häufig wird in der Berichterstattung zu Umwelt-, Klima- und Gesundheitsthemen auf individuelle Lösungen fokussiert. Viel wichtiger sind aber politische Maßnahmen wie oben dargestellt. Um wiederum zu verstehen, was die Akzeptanz der verschiedenen Maßnahmen beeinflusst, braucht es Erkenntnisse über die Einstellung der Bevölkerung und verschiedenen gesellschaftlichen Akteur:innen. Für die Berichterstattung stellt sich daher auf der Metaebene die Frage, wie verschiedene Formen der Berichterstattung (konstruktiver Journalismus etc.) zu einem Umdenken, einer Mobilisierung oder einer Verhaltensänderung zugunsten der eigenen Gesundheit führen können. Bei dem gleichermaßen alltagsnahen als auch risiko- und problemlastigen Thema Chemikalien steht eine Medienberichterstattung vor einer besonderen Herausforderung, nuanciert zu informieren, ohne die Menschen zu überfordern.
Die freie Entscheidung der Verbraucher, Produkte zu wählen, die möglichst frei von kritischen Stoffen sind, kann für Mensch und Natur von Vorteil sein, vermittelt jedoch auch politischen und wirtschaftlichen Entscheiderinnen und Entscheidern: Mehr Nachhaltigkeit ist gewünscht. Medienberichterstattung kann die notwendigen Informationen für solche Entscheidungen liefern und zugleich mögliche Lösungen (ob im individuellen Konsum oder z.B. durch Unternehmen, Forschung oder Innovationen in allen Bundesländern, Beispiele unten) vorstellen. Auch Hintergrundinformationen zu Regularien von chemischen Stoffen zu liefern, ist in Zeiten eines stark auf Bürokratieabbau fokussierten Diskurses wichtig, um Menschen – ob als Verbraucher, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber – ein differenziertes Bild zu ermöglichen – insbesondere in einem so weiten und nur schwer durchdringbaren Themenbereich wie Chemikalien.
- Lebensmittel: Bio bevorzugen (weniger Pestizide), Fertiggerichte meiden (wegen chemischen Zusatzstoffen sowie PFAS, Weichmacher in Verpackungen)
- Kochen: Kochgeschirr und Backgefäße aus Edelstahl/Keramik statt mit Antihaftbeschichtung nutzen; keine schwarzen Plastikutensilien (wegen Flammschutzmittel); Mehrwegbehälter und Coffee-to-go-Becher aus Edelstahl/Glas statt Einweg (auch Pappe/Bambus kann beschichtet sein), Backpapier vermeiden – lieber einfetten; Kochgeschirr nicht leer erhitzen (auch nicht beim Rösten von Nüssen)
- Textilien: Auf Siegel wie „GOTS“ oder Angaben wie „PFAS-frei“/„PFC-frei“ achten (v.a. bei Outdoor/Regenkleidung, Schuhpflegeprodukten, Tischdecken, auch Imprägniersprays); Naturfasern bevorzugen; seltener waschen, lufttrocknen. Gebrauchte Textilien Umweltbundesamt Österreich (2025): Fragen und Antworten zu PFAS.mit Bedacht entsorgen (nicht ins normale Textilrecycling, wenn PFAS-Verdacht)
- PFAS erkennen: PFOA-frei oder PFOS-frei schließen nur einzelne, teils schon verbotene Stoffe aus, stattdessen auf hr (2025): Ewig giftig – Die Wahrheit über PFAS. „Fluorfrei“ oder „frei von PFAS/PFC“ achten; Produkte mit besonderen Eigenschaften vermeiden, wie „schmutzabweisend“, „fettabweisend“ oder „fleckengeschützt“.
- Kosmetika/Körperpflege: Auf Umweltlabel (EU-Ecolabel) oder „parabenfrei“ achten; Produkte mit BfR (2009): BfR unterstützt Verwendungsverbot von Triclosan in Lebensmittelbedarfsgegenständen .Triclosan meiden (Zahnpasta, Handreiniger); Produkte ohne PTFE oder „fluoro-„-Inhaltsstoffe verwenden; bei Menstruationsprodukten auf „TCF“ (chlorfrei) achten. Apps wie BUND (o.J.): Giftfrei einkaufen mit der ToxFox-App.ToxFox (BUND) nutzen.
- Einrichtung: Environmental Working Group (o.J.): Carpet.Holz statt Teppich/PVC; bei Teppichen auf schmutzabweisende Eigenschaften verzichten (wegen PFAS), Hausstaub verringern (wegen Phthalaten)
- Möbel: lieber gebrauchte als neue Möbel kaufen
- Spielzeug: Auf Herkunft aus der EU achten, auch auf Plattformen wie Amazon oder Ebay Verbraucherzentrale (2024): Spielzeug aus dem Internet: Sicherheit und Siegel für Nachhaltigkeit.werden Produkte aus Fernost verkauft.
- Kassenzettel: Hände waschen nach Hautkontakt (wegen Ersatzstoffen für BPA wie BPS)
- Haus und Garten: Statt auf Biozide (Schutzmittel gegen Schadorganismen) und Pestizide lieber UBA (o.J.): Biozide; Alternativen; nicht-chemische Alternativen; Nachhaltigkeit; nachhaltiger Einsatz; nachhaltige Nutzung; vorbeugende Maßnahmen; Biozidprodukte.auf nachhaltige Alternativen setzen – und Produkte mit bestimmten Eigenschaften hinterfragen, z.B. UBA (2023): Entscheidungshilfen zur Verringerung des Biozideinsatzes an
Fassaden.Fassadenschutzmittel, die Algen und Pilze von Außenwänden fernhalten soll, dafür aber toxische Biozide enthalten. Diese werden von Regen aufs Grundstück und ins Wasser gewaschen.
Hilfreiche Apps nutzen:
- Um Produkte mit PFAS und anderen kritischen Stoffen zu umgehen, helfen Apps wie UBA (2024): Scan4Chem Smartphone-App und Web-App.Scan4Chem. Darüber können Verbraucher:innen UBA (2022): REACH für Verbraucherinnen und Verbraucher.ihr Auskunftsrecht zu gefährlichen Chemikalien in Produkten gegenüber dem Anbieter nutzen.
- BUND (o.J.): Giftfrei einkaufen mit der ToxFox-App.ToxFox hilft, Kosmetik- und Alltagsprodukte auf Schadstoffe zu checken. Die App prüft nun auch auf PFAS in Kosmetikprodukten.
Handlungsspielräume für Kommunen:
- Bereits BUND (o.J.): Pestizidfreie Kommunen: Es tut sich was.zahlreiche Städte und Gemeinden verzichten auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat, darunter Chemnitz, Essen und München.
- Kommunen können gezielt nachhaltig, schadstoffarm einkaufen, etwa Produkte wie Reinigungsmittel, Büromaterial oder Spielplatzgeräte, UBA (2023): Entscheidungshilfen zur Verringerung des Biozideinsatzes an Fassaden. Fassadenschutzmittel. Einige Städte setzen auf „grüne Beschaffungsrichtlinien“, das BMI führt die Beschaffungsamt des BMI (o.J.): Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung.Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung.
Systemische Unterstützung:
- Umweltfreundliches Verhalten muss SRU (2023): Sondergutachten: Politik in der Pflicht: Umweltfreundliches Verhalten erleichtern.einfacher und attraktiver werden, z.B. durch bessere Kennzeichnung
- Verfügbarkeit von Alternativen und veränderte Rahmenbedingungen im Handel (z.B. weniger Plastikverpackungen) helfen Verbraucher:innen, gesunde und umweltfreundliche Entscheidungen zu treffen
- Nationales Schadstoffmonitoring fördern und mehr Transparenz für Öffentlichkeit schaffen
- Infos des EU-Schnellwarnsystem Europäische Kommission (o.J.): Safety Gate: the EU rapid alert system for dangerous non-food products.Safety Gate (ehemals RAPEX) besser nutzbar machen
Erfolgsbeispiele aus Deutschland
Positive Kommunikation mit konkreten Beispielen und guten Geschichten aus dem Leben der Menschen macht das Erzählte nicht nur erlebbarer und nachvollziehbarer, sondern kann auch Selbstwirksamkeit und Handlungswillen vermitteln. Bei der Klimakommunikation hat sich gezeigt: Es kann Menschen motivieren, dass viele Menschen schon etwas bewegen und aktiv sind. Daher stellen wir hier Beispiele von Projekten, Organisationen, Einzelpersonen, Behörden oder auch Unternehmen aus verschiedenen Regionen Deutschlands vor, die passend zum Thema aktiv geworden sind. Das Team von Good News Magazin hat uns bei der Auswahl der regionalen Beispiele unterstützt. Wir wollen damit Inspiration für die eigene Recherche liefern, eine Bewertung haben wir nicht getroffen. Erfolgsbeispiele sind hilfreich, um zu motivieren, können aber auch die Komplexität der Lösungen reduzieren. Die Prüfung, inwiefern Projekte jeweils wirklich hilfreich sind, welche Zielkonflikte sie auslösen oder ob sie sogar nur Greenwashing darstellen, kann nur im jeweiligen Einzelfall erfolgen.
Baden-Württemberg
Die Chemikerin Dr. Katrin Schuhen und ihre gemeinnützige GmbH Wasser 3.0 entwickeln in Karlsruhe Technologien zur Entfernung von Mikroplastik aus Gewässern. Für Aufsehen sorgte ein Gel, das Mikroplastik verklumpt. Dieses kann dann abgeschöpft und wiederverwendet werden. Der Ansatz ist kostengünstig, effizient und hilft, die Belastung an Hotspots wie Industrie- und Abwasseranlagen zu reduzieren. Die Einnahmen des Unternehmens fließen wiederum in weitere Forschung, Entwicklung sowie Aufklärung in Schulen und politische Arbeit, um die alarmierende Plastikverschmutzung nachhaltig einzudämmen.
Quelle: Wasser 3.0
Bayern
In Weißenburg ist eine Kläranlage in Betrieb, die eine vierte Reinigungsstufe besitzt: Durch eine Kombination aus Ozonbehandlung und Aktivkohlefiltration werden auch chemische Rückstände, Arzneimittelrückstände und Hormone aus dem Wasser gefiltert. Bis zu 87 Prozent dieser schädlichen Stoffe eliminiert die Anlage bereits und reduziert damit die Belastung von Flüssen und Bächen.
Quellen: Tagesschau
Brandenburg
Luckenwalde fördert Innovationen in der Biotechnologie und Biochemie bei kleinen und mittleren Unternehmen. Ein Erfolgsbeispiel ist das Medizintechnik-Unternehmen ZeoSys Medical, das als erstes weltweit die behördliche Zulassung für die Wiedergewinnung des Fertigarzneimittels Sevofluran erlangte. Auch weitere Anästhesiegase wie Desfluran und Isofluran können während Operationen mit einer Absauganlage aufgefangen und später wiederverwendet werden. Das ressourcenschonende und emissionsreduzierende Kreislaufsystem kommt in Krankenhäusern europaweit zum Einsatz.
Quellen: ZeoSys Medical
Bremen
Beim Baggern und Bauen werden viele Schadstoffe freigesetzt. Zu den häufigsten gehören Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen oder per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Die Hegemann-Reiners-Gruppe in Bremen hat sich daher auf die Aufarbeitung und Wiederverwertung von Rest- und Abfallstoffen spezialisiert. Auch Studierende der Uni Bremen können im Unternehmen lernen, wie aus Sedimenten, Schlacken und Baggergut nachhaltige Ersatzbaustoffe hergestellt werden.
Quelle: Hegemann-Reiners-Gruppe
Hamburg
2020 gründeten Anne Lamp und Johanna Baare in Hamburg das Start-up Traceless, um eine Alternative zu herkömmlichem Plastik zu schaffen und die Verschmutzung durch Mikroplastik zu bekämpfen. Ihr aus Pflanzenresten bestehendes Granulat kann in verschiedenste Formen weiterverarbeitet werden und wird inzwischen von einer Reihe größerer Unternehmen verwendet. Da das Produkt aus natürlichen Polymeren besteht, ist es binnen kurzer Zeit kompostierbar und hinterlässt keine Spuren in der Umwelt.
Quelle: Traceless
Hessen
Das Start-up CO2BioClean hat im Industriepark Frankfurt Höchst eine Pilotanlage eröffnet, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen aus Industrieanlagen in biologisch abbaubare Biokunststoffe umwandelt. Das Verfahren basiert auf Fermentation. Neu daran ist, dass für den Prozess ein Organismus eingesetzt wird, der CO₂ verwenden kann. Somit können Emissionen nicht nur reduziert werden, sondern die entstehenden Polymere sind gleichzeitig kompostierbar sowie wirtschaftlich und vielseitig einsetzbar, etwa für Medizinprodukte oder Saatgutbeschichtungen.
Quelle: Wirtschaft Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Irina Chulkova forschte als Allergikerin im eigenen Kräutergarten und wandelte schließlich ihren Hofladen in eine Manufaktur für hautfreundliche Naturkosmetik. Spirit of Rügen produziert heute in Sassnitz und verwendet ausschließlich pflanzliche und biologisch abbaubare Inhaltsstoffe, die plastikfrei verpackt werden. Die Kosmetika werden in Glasfläschchen mit einem Pfandsystem verkauft. Durch die konsequent nachhaltige Unternehmensphilosophie sollen Schadstoffe vermieden und die Insel und ihre Ostseeküste als Urlaubsort geschützt werden.
Quelle: Ostsee Zeitung
Niedersachsen
Die TU Braunschweig hat ein Verfahren entwickelt, bei dem aus Klärschlamm nachhaltiger Dünger hergestellt wird. 70 Prozent des im Klärschlamm vorhandenen Phosphats können durch die Methode mithilfe rein biologischer Mittel herausgefiltert werden. Die so gewonnenen Salze und Ester sind schadstofffrei und wurden von mehreren Verbänden in der Europäischen Union als Düngemittel für die ökologische Landwirtschaft freigegeben.
Quellen: TU Braunschweig
Nordrhein-Westfalen
Das Aachener Start-up Aixponic hat ein schadstofffreies Kreislaufsystem entwickelt, das ganzjährig ein regionales Angebot an Gemüse und gezüchtetem Fisch ermöglicht. Bei dem System, das auf Aquaponik basiert, bietet das Abwasser der Fischzucht wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen. So wird zusätzlicher Dünger unnötig, denn Nitrat, Phosphat und Kalium werden direkt für den Anbau verwendet und gelangen jeweils nicht ungefiltert in die Umwelt.
Quelle: Aixponic
Rheinland-Pfalz
Der Speyerer Optiker Jan Strube macht aus dem ansonsten umweltschädlichen Schleifen von Brillengläsern einen möglichst nachhaltigen Kreislauf. Dafür leitet er das Schleifwasser durch ein spezielles Filtersystem, das feine Partikel und Rückstände auffängt. Im Anschluss verklumpen Mikroplastik- und Glaspartikel und setzen sich als feste Masse ab. Das Wasser wird so gereinigt, kann wiederverwendet werden und es gelangt kein Mikroplastik in die Umwelt. Stattdessen werden die gesammelten Kunststoff- und Silikonreste von einem Entsorgungsunternehmen abgeholt und dann für die Herstellung von Produkten wie Straßenpfosten weiterverwendet.
Quelle: Die Rheinpfalz
Saarland
Die Zahl der pestizidfreien Städte und Kommunen in Deutschland wächst stetig an. Ein Vorreiter ist Saarbrücken: Die Stadt schaffte bereits 1980 den Einsatz von Pestiziden ab, mit nur wenigen Ausnahmen wie Sportrasen oder Gewächshäusern. Stattdessen setzt die Stadt auf natürliche Mittel wie Wildwuchs, Wildkrautbürsten-Maschinen, Heißdampfmaschinen oder Infrarot- und Abflammgeräte. Glyphosat wurde in Saarbrücken noch nie eingesetzt.
Quelle: nur positive Nachrichten
Sachsen-Anhalt
Skeleton Materials errichtet im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen die weltweit erste Produktionsstätte für „Curved Graphene“. Dieses innovative Kohlenstoffmaterial hat eine stark erhöhte Oberfläche und bietet sich so als leistungsstarker Energieträger an. 42 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Aufbau einer neuen Produktionsstätte. 18,3 Millionen davon sind Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt und der EU, die sich von Importen unabhängig machen wollen – immerhin stammen vier der fünf Ausgangsstoffe direkt aus dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. Obendrein entsteht bei dem Herstellungsprozess bis zu zehnmal weniger CO₂ als bei herkömmlichem Graphit.
Quelle: Halle Saale Investvision
Thüringen
Im ehemaligen Uranbergbaugebiet Ronneburg setzt ein Pilotprojekt ökologische Mittel wie Pflanzen, Bäume und Pilze für die Entgiftung und Renaturierung der Böden ein. Das Potenzial von Pflanzen, Schadstoffe und Schwermetalle zu absorbieren und dadurch die Bodenqualität erheblich zu verbessern, wird als Phytosanierung bezeichnet und in anderen Ländern bereits großflächig angewandt.
Quelle: idw
Tipps & Daten
Fragen zur weiteren Recherche:
- Wie stark ist die Region durch Chemikalien belastet?
- Wie hoch sind die Kosten, die Chemikalien und ihre Beseitigung in der Region verursachen?
- Welche Lösungsansätze werden in der Region verfolgt?
Themenvorschläge:
- Gibt es Industriestätten o.ä. in der Region, deren Produktion (potenziell) eine Gesundheitsgefahr darstellen könnten? Welche Sicherheitsmaßnahmen werden dort ergriffen? Was fordert die (Kommunal-)Politik?
- Wie hoch ist der Energiebedarf und die Treibhausgas-Bilanz der örtlichen (Chemie-)Industrie? Wie hat sich diese in den vergangenen Jahren entwickelt? Wurden Emissionen eingespart und falls ja, wie?
- Gibt es in der Region ein regelmäßiges Monitoring des Trinkwassers, der Gewässer und des Bodens? Welche Schadstoffe werden dort gemessen? Wie hat sich die Belastung in den letzten Jahren verändert?
- Wie viele Pestizide werden in der lokalen Landwirtschaft eingesetzt? Gibt es Beispiele für Betriebe, die auf nachhaltige Landwirtschaft setzen? Wie unterscheidet sich deren Arbeit von der konventionellen Landwirtschaft?
- Wie groß ist die Hochwasser-Gefahr in der Region? Gibt es kritische Stellen, bei denen im Ernstfall Chemikalien in das Gewässer gelangen könnten? Hat die Politik dieses Risiko auf dem Schirm und Präventionsmaßnahmen umgesetzt oder geplant?
- Welche Infos bietet das Altlastenkataster in der Region? Sind die Daten öffentlich zugänglich? Welche Grundstücke sind besonders belastet und durch was?
- Blick ins Archiv: Gab es in der Region in den letzten hundert Jahren aufsehenerregende Unfälle /Havarien oder Skandale, bei denen große Mengen giftiger Stoffe in die Umwelt gelangten? Was waren die Folgen? Gab es Verantwortliche, die zur Rechenschaft gezogen wurden? Wie sieht es an dem betroffenen Ort heute aus? Konnte die Natur sich erholen oder sind die Folgen immer noch messbar?
- Expert:innen-Gespräch: Lassen sich ökonomische Folgen von Schadstoffbelastung vor Ort feststellen? Sind die Agrarerträge aufgrund chemischer Bodenverschmutzung gesunken oder die Kosten für das Gesundheitssystem wegen Krankheiten gestiegen, die im Zusammenhang mit Schadstoffen stehen?
- Zu Besuch in einem Klärwerk: Wie werden Schadstoffe (z.B. Medikamentenrückstände) aus dem Wasser gefiltert? Welche Stoffe werden dort geprüft? Gibt es eine vierte Reinigungsstufe? Wie wird sichergestellt, dass keine gefährlichen Rückstände übrigbleiben? Was passiert mit dem gereinigten Wasser?
- Investigativ: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schadstoffbelastung in der Region und Krebsfällen? Gibt es auffällige Ausreißer in Standort-Gemeinden (ehemaliger) Industrieanlagen bzw. Kraftwerke? Zahlen zu Krankheitsfällen sind in den jeweiligen Krebsregistern der Länder zu finden (Liste). Eine Aufschlüsselung bis auf Kreis- oder Gemeindeebene ist entweder beim jeweiligen Gesundheitsministerium zu erfragen oder findet sich in einem gesonderten Bericht (z.B. Krebsatlas für die Jahre 2013 bis 2022 im Saarland).
- In einem Bericht (PDF) aus dem Jahr 2018 wiesen die zuständigen Landesämter in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Mikroplastik an insgesamt 52 Messstellen in Gewässern in Süd- und Westdeutschland nach. Wurden diese Messungen dort zwischenzeitlich wiederholt – oder in der Region überhaupt mal Gewässer auf Mikroplastik untersucht?
- Anfang 2023 sorgte eine Recherche über PFAS-Belastung für Furore: Die „Ewigkeitschemikalie“ konnte an 1500 Orten in Deutschland nachgewiesen werden (Karte). Wie viele dieser Orte gibt es in der Region? Woher stammt das PFAS? Wie viel würde die Beseitigung kosten? Wie haben die Behörden in der Region in den letzten Jahren auf diese Enthüllung reagiert?
- Service: Schadstoffe sind zwar überall, doch viele Menschen versuchen, bei ihrem persönlichen Konsum auf schadstofffreie Produkte umzusteigen. Wie kann dies gelingen? Dazu hat die Verbraucherzentrale Tipps zusammengestellt: beispielsweise zum korrekten Umgang mit verpackten Lebensmitteln und umweltschonenden Entsorgung von potenziell schädlichen Abfall, worauf beim Kauf von Spielzeugen oder neuer Innenausstattung geachtet werden sollte und welche umweltfreundlichen Putzmittel es gibt.
Lokale Ansprechpartner:innen:
- Gesundheitsämter der Kreise und Länder
- Gesundheitsministerien der Länder
- Umweltministerien der Länder
- Landesämter für Umwelt
- Landwirtschaftskammern der Länder
- Landesämter für Verbraucherschutz
- Verbraucherzentralen der Länder
- Kommunale Entsorgungsbetriebe bzw. Abwasserverbände
- Lokale Umweltverbände (z.B. BUND, Greenpeace o.ä.)
Wissenschaftliche Expert:innen:
- UFZ: Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung bietet eine Expert:innendatenbank unter anderem zum Thema Ökotoxikologie an (Liste).
- Das Forschungsprojekt LE-REP der Universität Leipzig und dem Department Umweltimmunologie am UFZ untersucht z.B. die Rolle von Umwelthormonen bei Fehlgeburten nach einer Kinderwunschbehandlung.
- GDCh: Die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. fördert als wissenschaftliche Gesellschaft unter anderem das Verständnis für chemische Zusammenhänge in der Öffentlichkeit. Es existieren zahlreiche Ortsgruppen, die lokale Ansprechpartner:innen vermitteln können (Karte). Daneben beschäftigen sich Expert:innen in der Fachgruppe „Umweltweltchemie & Ökotoxikologie“ mit relevanten Themen.
- Deutsche Atemwegsliga: Große Datenbank mit Fachkliniken mit Schwerpunkten Pneumologie, Allergologie o.ä.
- KLUG: Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit ist ein Netzwerk von Einzelpersonen, Organisationen und Verbänden aus dem gesamten Gesundheitsbereich, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über die Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit zu informieren. Die Pressestelle informiert über niedergelassene Ärzt:innen aus der Region, die sich bei als „transformative Arztpraxis“ an Netzwerk beteiligen.
- Health for Future: Karte mit Ortsgruppen und Kontaktdaten zu beteiligten Mediziner:innen
Weitere Expert:innen:
- DWA: Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. ist ein Expertennetzwerk, das sich für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und für die Förderung von Forschung und Entwicklung einsetzt. Lokale Ansprechpartner:innen sind über die Landesverbände oder die Pressestelle zu erreichen.
- BEF Germany: Das Baltic Environmental Forum Deutschland arbeitet daran, Umwelt und Gesundheit zu schützen – unter anderem durch Projekte zu Chemikalien. Ansprechpartner:innen sind auf der Website gelistet.
Daten für die eigene Region:
- Informationen zu vielen relevanten Schadstoffen werden in Deutschland nicht systematisch erfasst – oder sind nicht in jedem Fall oder in jeder Region ohne Weiteres öffentlich zugänglich. Bei einem Verdacht können Journalist:innen (aber auch Privatpersonen) eine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) stellen. Als „Umweltinformation“ gelten u.a. Daten und Schriftstücke über den Zustand von Umweltbestandteilen in Luft, Gewässern oder Boden. Allgemeine Hintergründe zum Umweltinformationsgesetz hat das Umweltbundesamt Konkrete Hilfestellung und juristische Beratung zu einer UIG-Anfrage bietet das kostenlose Climate-Helpdesk von „FragDenStaat“.
- Thru: Das Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister des Umweltbundesamts und sammelt Daten zu Schadstoffen, Emissionen und Abwasser aus ganz Deutschland. Auf einer interaktiven Karte werden diverse Industriebetriebe (z.B. chemische Industrie, Lebensmittelindustrie, Metallindustrie, Energiesektor usw.), die der europäischen Industrie-Emissions-Richtlinie unterliegen, aufgeführt (Berichtsjahre 2007 bis 2023). In einer weiteren Karte sind kommunale Kläranlagen inklusive Informationen zur Größe der Anlage, die gereinigte Wassermenge, Einleitungsgewässer usw. aufgeführt.
- Forever Pollution Project: An der internationalen Recherche zur „Ewigkeitschemikalie“ PFAS waren Journalist:innen aus ganz Europa beteiligt, darunter aus Deutschland NDR, WDR und die Süddeutsche Zeitung. Eine interaktive Karte auf Tagesschau.de zeigt über 1500 kontaminierte Orte in Deutschland. Naturschutzämter der Bundesländer bieten eigene Kontaminationskarten an, z.B. https://www.hlnug.de/themen/wasser/fliessgewaesser/fliessgewaesser-chemie/spurenstoffe/pfas
- Luftdaten: Das Umweltbundesamt stellt interaktive Karten und Zeitreihen zur Luftqualität an hunderten Messtationen in ganz Deutschland zur Verfügung. Gemessen wird Ozon, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid.
- Der European Air Quality Index bietet eine Echtzeitkarte der European Environment Agency.
- ODL-Info: Das Bundesamt für Strahlenschutz betreibt etwa 1700 Stellen zur Messung der Radioaktivität („Gamma-Ortsdosisleistung“, kurz ODL) in Deutschland und stellt die Ergebnisse auf einer interaktiven Karte zur Verfügung.
- Als „Altlasten“ werden umweltgefährdete Schadstoffe bezeichnet, die durch frühere Tätigkeiten (z.B. industrielle Prozesse, aber auch Tankstellen gelten als kontaminiert) im Boden verblieben sind. Belastete Grundstücke werden auf Länderebene in einem Altlastenkataster vermerkt, die jedoch aus Datenschutzgründen häufig nicht öffentlich zugänglich sind.
- Lokale Daten und Expert:innen zu den Themen Biodiversität, Luftqualität und dem Gesundheitswesen (inkl. Abfallwirtschaft und Medikamentenrückstände) sind in den jeweiligen Dossiers zu finden.
- Die SIN-List des Nonprofitorganisation ChemSec bietet speziell für Unternehmen einen Überblick über schädliche Chemikalien in Produkten und Herstellungsprozessen.
- Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) von UBA und RKI liefert auch regionale Daten zu spezifischen Belastungen und zeigt regionale Unterschiede auf. Hier findet sich auch die Ergebnissammlung der GerES V-Studie zur Belastung durch Umwelteinflüsse von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
- Daten und Statistiken zu Krebserkrankungen gibt es beim Zentrum für Krebsregisterdaten, inklusive der Möglichkeit zur Datenbankabfrage zu aktuellen Neurerkrankungs- und Steberaten, sowie beim Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft Krebsinfomrationsdienst.
Literatur
Quellennachweise
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Agora Industry (2022): Klimapositive Chemie – Konzept, Herausforderungen und Lösungen. https://www.agora-industrie.de/fileadmin/Projekte/2022/2022-02_IND_Climate_Positive_Chemistry_DE/CPC_workshop_slides_PMu_RH_PMu.pdf
Aixponic (o.D): Local Food Global Solutions. https://www.aixponic.de/
Allianz Research (2023): The new risk frontier in finance: Concepts, challenges and a first quantitative case study on pollination biodiversity loss. https://www.allianz-trade.com/content/dam/onemarketing/aztrade/allianz-trade_com/en_gl/erd/publications/pdf/2023_02_28_Biodiversity.pdf
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ARD Audiothek (2025) Ewig giftig – Die Wahrheit über PFAS. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b2974b7f7315ece7/
ARD Marktchek (2020): Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt | Marktcheck SWR. https://www.youtube.com/watch?v=tOzG2UUmAbc
Aurisano et al. (2021): Estimating mouthing exposure to chemicals in children’s products. https://www.nature.com/articles/s41370-021-00354-0
Aves et al. (2022): First evidence of microplastics in Antarctic snow. https://tc.copernicus.org/articles/16/2127/2022/
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baua – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (o.D): Die CLP-Verordnung. https://www.baua.de/DE/Themen/Chemikalien-Biostoffe/Chemikalienrecht/CLP
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Bayerische Landesamt für Umwelt (o.D): Mikroplastik. https://www.lfu.bayern.de/boden/was_gefaehrdet_boeden/schadstoffe/mikroplastik/index.htm
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BDEW (2018): Deutschlandweite 4. Reinigungsstufe in Kläranlagen würde Abwassergebühren um 17 Prozent erhöhen. https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/deutschlandweite-4-reinigungsstufen-klaeranlagen-wuerde-abwassergebuehren-um-17-prozent-erhoehen/
Bendix (2021): Forscher finden 42 „mysteriöse Chemikalien“ im Blut von schwangeren Frauen — und ihren neugeborenen Babys. https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/42-mysterioese-chemikalien-bei-schwangeren-und-neugeborenen-2021-3/
Beschaffungsamt des BMI (o.D) Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. https://www.bescha.bund.de/DE/FuerBedarfstraeger/KompetenzstelleFuerNachhaltigeBeschaffung/kompetenzstellefuernachhaltigebeschaffung_node.html
BafG – Bundesanstalt für Gewässerkunde (2025): Niedrigwasserbezogener Situationsbericht. https://www.bafg.de/DE/5_Informiert/2_Publikationen/Niedrigwasserbericht/niedrigwasserbericht_node.html
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BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung (2024): Futtermittel sind ein Schlüssel zur Einhaltung von PFAS-Höchstgehalten in tierischen Lebensmitteln. https://www.bfr.bund.de/cm/343/futtermittel-sind-ein-schluessel-zur-einhaltung-von-pfas-hoechstgehalten-in-tierischen-lebensmitteln.pdf
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BUND (o.D): Pestizidfreie Kommunen: Es tut sich was. https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/pestizidfreie-kommune/
Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (2023): Sind biologisch abbaubare Folien eine gute Alternative? https://www.praxis-agrar.de/pflanze/gartenbau/kunststofffolien-im-gartenbau/sind-biologisch-abbaubare-folien-eine-gute-alternative
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Verbraucherzentrale (2024): Spielzeug aus dem Internet: Sicherheit und Siegel für Nachhaltigkeit. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/spielzeug/spielzeug-aus-dem-internet-sicherheit-und-siegel-fuer-nachhaltigkeit-8287
Verbraucherzentrale (2024): Spielzeug ohne Schadstoffe: Das sollten Sie beim Spielzeugkauf beachten. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/spielzeug/spielzeug-ohne-schadstoffe-das-sollten-sie-beim-spielzeugkauf-beachten-6911
Verbraucherzentrale (2025): Plastik im Kopf – unser täglicher Konsum: Ressourcenschutz im Alltag. https://www.verbraucherzentrale.nrw/bildung-nrw/plastik-im-kopf-unser-taeglicher-konsum-ressourcenschutz-im-alltag-77762
Verbraucherzentrale (2025): Schadstoffe im Essen: von der Verpackung ins Lebensmittel. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/schadstoffe-im-essen-von-der-verpackung-ins-lebensmittel-11944
Verbraucherzentrale (2025): Umweltfreundliche Putzmittel: Vier Mittel reichen für den Hausputz. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/umweltfreundliche-putzmittel-vier-mittel-reichen-fuer-den-hausputz-12742
Verbraucherzentrale (2025): Verbotener Weichmacher im Urin von Kita-Kindern: Ursache Sonnencreme? https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/verbotener-weichmacher-im-urin-von-kitakindern-ursache-sonnencreme-93237
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